Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg

Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg - Bayerns zweitgrößter Flughafen

 
Mark Zimmermann

Erstellt | Geändert

Zu Gast im Sicherheitsbereich des Nürnberger Flughafens.

Startbahn des Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg

Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg

Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg
24 Stunden und 7 Tage geöffnet
4 Millionen Passagiere
4.000 Beschäftigte

Hinweis

Wir führten dieses Interview mit Herrn Albrecht vor dem Corona-Lockdown. Informationen zur aktuellen Situation am Albrecht-Dürer-Airport finden Sie am Ende dieses Beitrages.

Wind Nord/Ost Startbahn null drei

Der „Albrecht Dürer Airport“ ist der zweitgrößte des Freistaates Bayern mit rund 4.000 Beschäftigten und jährlich über 4 Millionen Passagieren. „Eine kleine Stadt in der Stadt“, wie Pressesprecher Christian Albrecht versichert, „auf unserem gesamten Campus ist von Polizei und Feuerwehr über Gastronomie bis hin zu den Reisebüros alles zuhause. Und das Beste: Wir haben 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche geöffnet.“ Nur wenige Häfen hätten eine solche Betriebsgenehmigung, die sich für Fluggesellschaften wie Reisende gleichermaßen auszahle. „Unser Airport kann jederzeit als Ausweichflughafen genutzt werden - und die Passagiere genießen einen flexiblen Flugplan.“  Erst kürzlich habe der DFB für seine Nationalmannschaft hinsichtlich der EM 2020 Herzogenaurach und den Flughafen als Headquarter auserkoren: „Die Spieler können dann zu jeder Tag- und Nachtzeit an die unterschiedlichen Spielorte geflogen werden.“   

 

2015 - 60 Jahre Airport Nürnberg

 

Am 6. April 1955 wurde der „Flughafen Nürnberg-Kraftshof“ eröffnet. „Nürnberg jetzt in der Weltluftfahrt“, titelte die Nürnberger Zeitung am nächsten Tag. Die Stadt war vom Krieg noch gezeichnet, aber zwischen den Äckern des Knoblauchslandes entstand ein Zukunftsprojekt: Der erste neu gebaute Verkehrsflughafen in Deutschland nach dem Krieg.  Er war damals schon Nordbayerns Tor zur Welt vor den Toren der Stadt.

 

Europa wächst zusammen - auch in der Luft

1955 wurde der Flugplatz in der nordöstlichen Außenstadt eröffnet, etwa sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, als Alternative zum Areal des Fürther Flughafens, der im Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche gebombt wurde. In jener Zeit hätten sich viele Deutsche dank des „Wirtschaftswunders“ wieder auf Reisen begeben, „die Luftfahrt hat allgemein einen Aufschwung erlebt“. Von Beginn an sei die Aufgabe des Aiports Nürnberg die Angliederung an den europäischen Luftverkehr gewesen. Entferntere Destinationen wie die USA, Asien oder Afrika würden dann über bekannte Drehkreuze wie Frankfurt, Amsterdam, Paris oder Istanbul angeflogen, so Albrecht. „Wo 1956 gerade einmal sieben Flüge am Tag stattgefunden haben, so zählen wir heute bereits 130, und in der Hochsaison bis zu 170 Flugbewegungen. In der Regel Charterflüge und Pauschalreisen. 2018 war bislang unser stärkstes Jahr: mit 4,5 Millionen Urlaubern.“    

 

Charterflüge und Pauschalreisen

In der Hochsaison finden täglich bis zu 170 Flugbewegungen statt.

Intermodaler Verkehr für einen reibungslosen Anschluss

Die Anbindung an den Airport für die Fahrgäste sei besonders wichtig. So setze Nürnberg auf den „intermodalen Verkehr“, sprich: die möglichst reibungslose Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern wie Bahn, den öffentlichen Personennahverkehr, das Taxi und die Schnellstraße. „In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: Seit 1999 fährt die U-Bahn vom Nürnberger Hauptbahnhof direkt vor unsere Tür. Bis heute haben 30 Millionen Flugreisende diesen Service in Anspruch genommen.“ Buslinien würden den Airport zudem mit dem Nürnberger Nordwesten, dem Knoblauchsland, dem Erlanger Süden und der Innenstadt sowie dem Fürther Rathaus und Hauptbahnhof verbinden.

 

5Fragen an Pressesprecher Christian Albrecht

1.

Was war Ihr schönstes Erlebnis auf dem Flughafen Nürnberg?

Beeindruckend war die Landung des Airbus 350, einem zweistrahligen Langstrecken-Großraumflugzeug.

 

2.

Welches Ereignis war eher dramatisch?

Ich bin seit 2017 Pressesprecher. Nicht so angenehm war sicherlich die Insolvenz von Germania. Viele Kunden waren zurecht sehr enttäuscht, dass ihre gebuchten Flüge nicht stattfinden konnten.  

 

3.

Wie buchen Sie selbst Ihre Reise?

Im Internet, weil ich immer vergleichen möchte und keine Beratung brauche. Mein Motto: Zur richtigen Zeit buchen und die Nerven behalten.

 

4.

Was ist aus dem Trend Last Minute geworden?

Last Minute oder Ultra Last Minute, also mit gepacktem Koffer in ein Reisebüro im Flughafengebäude gehen, gibt es so nicht mehr. Die Unternehmen setzen heute verstärkt auf Frühbucherrabatte, da die Veranstalter langfristig planen wollen.

 

5.

Sind kurze Inlandsflüge auch vor dem Hintergrund des Klimawandels noch zeitgemäß?

Eine wichtige Diskussion. Flugreisen haben nach wie vor Bestand, wobei jeder Reisende selbst entscheiden muss, zu welchem Tarif und unter welchen Umstände er in ein Flugzeug steigt. Grundsätzlich sollte sich jeder darüber Gedanken machen, wie man möglichst klimafreundlich unterwegs sein kann, oder wie umweltschonende Treibstoffe entwickelt werden können - das schließt die Gesellschaften unter keinen Umständen aus.    

 

Highlights

Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg Christian Albrecht
Pressesprecher Christian Albrecht
  1. Wichtige Verbindung zum europäischen Luftverkehr

    Diese Anbindung war die wichtigste Aufgabe seit der Gründung des Nürnberger Flughafens im Jahr 1955.

  2. Stadt in der Stadt

    24 Stunden an 7 Tagen in der Woche bietet der Campus des Albrecht-Dürer-Airports von Gastronomie über Reisebüros bis zu Polizei und Feuerwehr umfassenden Service für Reisende und Beschäftigte.

  3. Flughafen hautnah erleben

    Neben Flughafenführungen bietet der Airport außergewöhnliche Events wie z.B. die Ausrichtung des Frankenballoncups und sogar verschiedene Airport-Tastings an.

Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg - Bayerns zweitgrößter Flughafen

Luftreise kein Statussymbol

Seit der Eröffnung des Flughafens im Jahr 1955 habe sich das Geschäft mit dem Fliegen freilich stark gewandelt. „Die Gäste möchten möglichst billig verreisen. Und die Airlines reagieren auf diesen Trend. Ein hart umkämpfter Markt, in dem die Luftreise schon lange kein Statussymbol mehr ist. Aber nach wie vor gehen die Philosophien der Gesellschaften auseinander. Auf der einen Seite gibt es die Premium-Carrier, die unvermindert auf die First-Class setzen, auf der anderen Seite Unternehmen, deren Hauptpublikum eben Economy fliegt.“   

 

Ihr Weg zum Albrecht-Dürer-Airport in Nürnberg

Fragen an den Albrecht-Dürer-Airport

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Mark Zimmermann

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Mark Zimmermann ist Gründer von Bayern-online.de

Interview: Mark Zimmermann
Text: René Becher
Produktion: Birgit Tauscher