Miku Sophie Kühmel

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LESUNG am Mittwoch, 4.02., mit Miku Sophie Kühmel im Germanischen Nationalmuseum

Lesung: Hannah. Eine queere Liebe, eine neue Zeit, eine Befreiung am Mittwoch, 4. Februar 2026 um 19 Uhr im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

Eintritt frei

Zwei Frauen, die den Dadaismus künstlerisch und beziehungstechnisch lebten und feierten. Lesung mit Miku Sophie Kühmel liest aus ihrem jüngsten Roman „Hannah“ im Germanischen Nationalmuseum. 

Dass die zwanziger Jahre vielleicht die spannendste Dekade des 20. Jahrhunderts gewesen sind, ist vielfach behauptet worden. Genau in dieser Zeit lernen sich die Künstlerin Hannah Höch (1889-1978) und die niederländische Autorin Til Brugman (1888-1958) kennen und lieben.

Die 27-jährige Erfolgsautorin Miku Sophie Kühmel („Kintsugi“, „Triskele“) hat diese Beziehung in ihrem jüngsten Roman „Hannah“ verarbeitet und liest daraus am Mittwoch, 4. Februar 2026 um 19 im Aufseß-Saal des Germanischen Nationalmuseums. Die Lesung findet im Rahmen der Vortragsreihe des Deutschen Kunstarchivs statt, in dessen Beständen die Autorin für ihr Buch recherchierte. Die Leiterin PD Dr. Susanna Brogi wird den Abend moderieren. 

„Obwohl bisexuelle Beziehungen in den Roaring Twenties keinesfalls selten waren, beschreibt die junge Autorin kapillar, wie eine selbstbestimmte Beziehung zweier äußerst eigenständiger Köpfe, die anfangs gelingt, blüht und hoffnungsvoll stimmt, unter dem unmenschlichen Druck der NS-Herrschaft in den Dreißigern zunehmend zermalmt wird, in der die Kunst beider als ,entartet‘ diffamiert wird“, urteilte Stefan Trinks in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In der Rückschau betrachtete Höch die neun Jahre an der Seite Brugmans als die „amüsantesten ihres Lebens“.

Und tatsächlich befruchteten sich die beiden Künstlerinnen kreativ ungemein. „In ‚Hannah‘“, so resümiert der FAZ-Autor, „liegt mithin eine sorgfältig recherchierte ,künstlerische Tatsachengeschichte‘ vor (…), die mehr zum Verständnis der dunkelsten deutschen Epoche der Dreißigerjahre beizutragen vermag als so manche historische Abhandlung“. 

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