Bilder aus einer Epochenwende

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BLICKE INS KABINETT am Mi 21.1. im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

Blick ins Kabinett: Um 1800. Zeichnungen aus der Sammlung Emmerling am Mittwoch, 21. Januar 2026 um 18:30 Uhr im Germanischen Nationalmuseum.

€ 5,-

Bilder aus einer Epochenwende. Eine Führung im Germanischen Nationalmuseum beschäftigt sich mit Zeichnungen aus der späten Aufklärung 

Ernst Emmerling (1907-1982) war das, was man eine Doppelbegabung nennen darf. Zum einen war der gebürtige Gießener ein ausgesprochener Weinkenner, Weingutbesitzer und Gründungsmitglied der Gesellschaft für Geschichte des Weines und übernahm als 28-Jähriger im rheinhessischen Ingelheim den elterlichen Obst- und Weinbau-Hof, den er bis 1975 äußerst erfolgreich betrieb. Andererseits betätigte sich Emmerling als promovierter Kunsthistoriker und exzessiver Sammler mit Schwerpunkt auf Zeichnungen des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts. 

Kurz nach dem Tod des umtriebigen Hessen erhielt das Germanische Nationalmuseum rund 480 Zeichnungen aus Emmerlings Nachlass. Ein halbes Jahrhundert hatte der Sammler viele Werke deutschsprachiger Künstler wie Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Peter Anton Verschaffelt, Johann Christian Klengel oder Matthias Aberli zusammengetragen. Am Mittwochabend, 21. Januar 2026 wird Christian Rümelin um 18.30 Uhr beispielhaft Einblicke in die spezielle Kollektion geben. Aufgezeigt wird, wie sich in dieser europäischen Umbruchszeit (Revolutionen, Kolonien machten sich selbständig, das Bürgertum wurde in der frühindustriellen Zeit ein wichtiger Gesellschaftsteil etc.) auch die Kunstauffassungen grundlegend veränderten. 

Treffpunkt ist in der Eingangshalle des Germanischen Nationalmuseums. Die Teilnehmerzahl ist auf fünfzehn Personen beschränkt. 

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