Deutsche Fahrzeugmuseum Fichtelberg

Das Deutsche Fahrzeugmuseum Fichtelberg - Automobilgeschichte und die Liebe zu alten Autos

 
Mark Zimmermann

Erstellt | Geändert

Sportwagenfan und Museumsgründer Perry Eckert erzählt über seine Liebe zu alten Autos und die Besonderheiten des Museums.

Das Deutsche Fahrzeugmuseum Fichtelberg - nicht nur für Auto-Liebhaber

 


Deutsches Automobilmuseum Fichtelberg
mehr als 500 Exponate
wechselnde Sonderausstellungen
 

 

Eldorado für Autoliebhaber

 

 

Vom Schnauferl aus den 20er Jahren, eleganten englischen Limousinen bis hin zu italienischen Sportwagen - das Automobilmuseum Fichtelberg ist ein Eldorado für Liebhaber der motorisierten Fortbewegung auf vier Rädern.

Aus Freude am Sammeln und Ausstellen

„Ich sammle und behalte“, sagt Perry Eckert, der Gründer des Fichtelberger Automobilmuseums. „Knatternde Motoren“ hätten ihn eben schon immer begeistert. Bereits als Kind sei in ihm der Entschluss gereift, eines Tages ein eigenes Automuseum zu eröffnen. Sein erstes Auto, ein Maserati Indy, legte früh den Grundstein. „Früh schon haben mich die Exoten fasziniert“, so Eckert, der es nicht machen wollte wie seine Kommilitonen, die eher herkömmliche und zeitgenössische Autos fuhren. „Ich habe mir immer gesagt: GTI und Manta, das tue ich mir nicht an.“ Den Maserati habe er seinerzeit einem Zuhälter abgekauft, was natürlich „sündhaft teuer“ gewesen sei. Doch das Innenleder, die „geile Optik“ und die zeitlose Form des Sportwagens hätten ihn sofort in seinen Bann gezogen. „Keine Sorge: Der Maserati kriegt jedes Jahr seinen Auslauf im Rahmen der Oldtimer-Treffen.“    

 

Wenn man Sammler ist, kann man niemals nein sagen

So wuchs der Fuhrpark. Wo aber konnte Perry Eckert seine Schmuckstücke unterstellen? „Mein Vorteil war: ich hatte immer Platz“, sagt Eckert und lacht: „Oder sollte ich besser sagen: Problem?“ Er entstammt einer Familie, die in der Textilbranche tätig ist. „Auf dem Grundstück des Unternehmens gab es durchaus noch Kapazitäten für meine Autos.“ Als das Textilunternehmen sich 1990 dann neu aufstellen musste und in eine andere Abfertigungshalle umzog, war der Weg frei für sein geplantes Museum. Im September 1992 konnte das Automobilmuseum im Fichtelgebirge seine Pforten öffnen.

 

Ein Hubschrauber im Fahrzeugmuseum?

Das Deutsche Fahrzeugmuseum in Fichtelberg zeigt nicht nur Autos, auch Motorräder, Flugzeuge, Feuerwehrfahrzeuge, Traktoren und Exoten der Autowelt haben ihren Weg in die Ausstellung gefunden.

Schmuckkästchen Automobilmuseum

 

 

Ein wahres Schmuckkästchen: Das Deutsche Fahrzeugmuseum in Fichtelberg, das zu den fünf größten privaten Automobilmuseen in Deutschland zählt. Von Oldtimern bis zur Neuzeit findet man dort Fahrzeuge aus jeder Epoche der Automobilgeschichte. Dabei umfasst die Ausstellung nicht nur Autos, auch Motorräder, Flugzeuge, Feuerwehrfahrzeuge, Traktoren und Exoten der Autowelt findet man in drei Ausstellungshallen.

5Fragen an Museumsgründer Perry Eckert

1.

Von der Textilindustrie zu den Oldtimern? Wie kommt’s?

Knatternde Motoren haben mich schon als Kind begeistert. Von Klein auf träumte ich von einem eigenen Museum.

 

2.

Welches war Ihr erstes Auto?

Ein Maserati Indy. Den habe ich damals von einem Zuhälter gekauft. Ein ganz besonderer Wagen mit geiler Optik und einer zeitlosen Form.

 

3.

Wie viele Fahrzeuge erwarten die Besucher im Automobilmuseum?

Wir führen circa 250 Autos. Darüber hinaus haben wir Traktoren, alte Lkws, Flugzeuge, Hubschrauber, Trucks und 380 Motorräder auf dem Ausstellungsgelände.

 

4.

Wie kommt es, dass Sie auch Hubschrauber ausstellen?

Nach der Wende habe ich mich bei der Vebeg beworben. Diese Gesellschaft bietet Museen an, ausrangierte Modelle aus Militärbeständen auszustellen. So kam es, dass ich Anfang der 90er zunächst einen alten Kamow Hubschrauber aus dem Bestand der Nationalen Volksarmee zur Verfügung gestellt bekommen habe.

 

5.

Wie viele Besucher dürfen Sie jährlich in Ihren Automobilmuseum willkommen heißen?

Da muss ich schätzen: Pro Jahr besuchen uns etwa 30.000 Besucher, darunter viele Gruppen und Familien.

 

Highlights

Museumsgründer Perry Eckert
Museumsgründer Perry Eckert
  1. mehr als 500 Exponate

    Hier finden Sie Fahrzeug aus jeder Epoche der Automobilgeschichte.

  2. wechselnde Sonderausstellungen

    Nach der Erweiterung im Mai 2018 begeistern attraktive Sonderausstellungen wie z.B. die Kleinwagenabteilung aus der Zeit des Wirtschaftswunders.

  3. Restaurant Museo - das Museumsrestaurant

    Zum Abschluss eines interessanten Ausflugs in die Automobilgeschichte wartet das Restaurant Museo auf Ihren Besuch.

Interview mit Museumsgründer Perry Eckert Das Deutsche Fahrzeugmuseum Fichtelberg - Automobilgeschichte und die Liebe zu alten Autos

Panoramatour durch das Deutsche Fahrzeugmuseum im Fichtelgebirge

Vorsprung durch Innovation

Und das Museum läuft und läuft. „Wir bleiben innovativ und versuchen, uns immer wieder zu vergrößern.“ Drei Ausstellungshallen mit drei Etagen beherbergt das Areal sowie ein überdachtes Freigelände auf insgesamt 10.000 m². Alle Epochen der Automobilgeschichte von 1896 bis in die heutige Zeit würden präsentiert. Das älteste Ausstellungsstück ist ein französischer Panhard & Levassor. Wechselnde Sonderausstellungen zeigen derzeit etwa 250 Autos, darunter natürlich der heiß geliebte Maserati, einen Iso Grifo, von dem es weltweit nur 30 Exemplare gibt sowie eine BMW Isetta, die im Volksmund auch „Knutschkugel“ genannt wird. Traktoren, Lkws, Flugzeuge, Hubschrauber, Trucks, 380 Motorräder und bestimmt auch der eine oder andere Manta und GTI (mittlerweile ja auch Oldies und echte Exoten) vervollständigen den musealen Fuhrpark. Ein Ausstellungsort, wie ihn das Fichtelgebirge noch nicht gesehen hat. „Keiner kann sich vorstellen, dass es so etwas in dieser Region überhaupt geben kann.“ Alljährlich aber überzeugen sich rund 30.000 Besucher, dass das alles kein Hirngespinst ist. Erst kürzlich hat der ADAC das Automuseum im Nagler Weg und in der Bayreuther Straße in die Top Ten der besten Automobilmuseen gewählt. Chapeau!  

 

Der Weg zum Deutschen Fahrzeugmuseum Fichtelberg

Fragen an das Deutsche Fahrzeugmuseum in Fichtelberg

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Mark Zimmermann

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Mark Zimmermann ist Gründer von Bayern-online.de und schreibt das Blog Quergereist.de

Interview: Mark Zimmermann
Text: René Becher
Produktion: Birgit Tauscher