Bauernhofcafé - das süße Café in Kirchenlamitz

 
Mark Zimmermann

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Eigentlich undenkbar, dass es an einem solch bodenständigen Ort wie dem Bauernhofcafé in Großschloppen auch einen WLAN-Anschluss gibt, oder? Die Betreiberinnen Liane und Elke Petzold müssen lachen: „Oh, doch, natürlich haben wir auch bei uns einen Internetzugang, wir sind hier ja nicht in der Diaspora.“ Die Gäste - Fans der ersten Stunden aus der Fichtelgebirgsregion sowie Ferienhausurlauber - müssten keinen Verzicht üben. Dafür sorgen nicht zuletzt auch die leckeren, selbst gemachten Kuchen und Torten, die im Café und im neu errichteten Caféhaus in den Kühlschränken und Theken feilgeboten werden.

Bauernhofcafé Petzold - das süße Café in Kirchenlamitz

Bauernhof-Café

Kuchen und Torten aus heimischer Produktion
Brotzeitbuffet
regionale Biere

Schmausen im historischen Kappengewölbe

Angefangen habe alles vor zehn Jahren: Elke, eine gelernte Konditorin und die Schwiegertochter von Liane Petzold, hatte die Idee, auf dem Bauernhof für sich und ihre Backkunst ein eigenes Reich zu schaffen. „Schnell kam uns der Gedanke eines eigenen Cafés auf dem Anwesen, Platz war ja genug da“, erzählt Liane. Der Bauern- und Ferienhof mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 50 Hektar führt Schweine und hat eine „Ziegenheidi“ sowie einen Esel, der sich immer mal wieder lautstark zu Wort meldet. „Kühe gibt es nicht, denn die machen nur Mühe“, sagt Liane Petzold, „aber wir hatten einen leerstehenden Kuhstall.“ Die 14-köpfige Familie habe sich sofort daran gemacht, den Stall in Eigenleistung umzubauen, „dabei war es uns sehr wichtig, das historische Kappengewölbe zu erhalten“, so Liane, „ein paar Tische und Stühle haben wir von einem befreundeten Zimmermann bekommen.“ Nach einem sechsmonatigen Umbau konnte es dann schon losgehen: „In einer kleinen Theke haben wir unser Gebäck ausgestellt und Kaffee serviert, sagt Elke, „wir waren von Beginn an gut besucht. Bis auf ein Schild, das am Ortseingang steht, mussten wir eigentlich keine Werbung machen.“

Kuchen und Torten aus heimischer Produktion

Seither hat das Bauernhofcafé an den Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Bis zu zwanzig Kuchen und Torten müssten dann jeweils zubereitet werden. „Bei unseren Kreationen richten wir uns nach der Ernte, die unser Hof abwirft: Kirschen, Äpfel, Pflaumen und Johannisbeeren. Die Backwaren kommen frisch über die Theke - ohne künstliche Zusatzstoffe. Darüber hinaus bieten wir regelmäßig Brotzeiten an“, sagt Elke. Ist das Wetter angenehm, so können sich die Besucher auf die überdachte und sonnige Terrasse setzen. Im früheren Kartoffelkeller, der in einer dreijährigen Bauphase zum lichtdurchfluteten, mit einer hellen Balkenkonstruktion ausgestatteten Caféhaus verzaubert wurde, würden zudem unterschiedliche Feste stattfinden. Bis zu 60 Personen fänden in den Räumen Platz. „Immer mal wieder besuchen uns Busreisende, die bei uns einen Zwischenstopp einlegen und ein Brotzeitbuffet und regionale Biere genießen, bevor es dann weiter geht. Bei uns in der Nähe gibt es schöne Ausflugsziele wie den Kartoffel-Erlebnispfad oder die Burgruine Epprechtstein“, sagt Liane.

Natur pur!

In der warmen Jahreszeit können die Gäste die Spezialitäten des Hauses inmitten der Natur auf der Terrasse genießen.

Aber bitte mit Sahneautomat

Bauernhofcafés seien nicht neu, so Elke Petzold, aber in Franken und Bayern werde man dennoch nicht allzu häufig welche finden: „In Norddeutschland präsentieren sie sich flächendeckender.“ Vielleicht liege es am Zeitaufwand, den finanziellen Mitteln oder dem langen Atem. Denn die Umstrukturierung eines Hofes sei freilich nicht von heute auf morgen zu bewältigen, vor allen dann, wenn die Verantwortlichen unter der Woche ihrem Broterwerb nachgehen. Doch der Aufwand habe sich gelohnt, sagen Liane und Elke Petzold. Erst vor kurzem wurde die Familie nämlich mit dem Sonderstaatspreis zur Förderung der ländlichen Region ausgezeichnet. „Das Preisgeld von 1000 Euro haben wir sofort in einen Sahneautomaten investiert“, sagt die Konditorin und muss schmunzeln.

Image-Video vom Bauernhofcafé

Das Bauernhofcafé stellt sich mit einem kleinen Imagevideo vor.

5Fragen an Familie Petzold vom Bauernhofcafé

1.

Wo liegt das Bauernhofcafé?

In Großschloppen. Das ist ein Ortsteil von Kirchenlamitz im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge.

2.

Was bietet der Ferienbauernhof der Familie Petzold?

Insgesamt drei gemütliche Ferienwohnungen, ein Café und ein Caféhaus, in dem zum Beispiel auch Familienfeiern ausgerichtet werden können.

3.

Welche Zutaten braucht man für eine schmackhafte Torte?

Gar nicht mal so viele Zutaten - und schon gar keine künstlichen Zusatzstoffe. Ansonsten verwenden wir überwiegend die Ernte von unserem Hof: Kirschen, Äpfel, Pflaumen, Johannisbeeren.

4.

Wie viele Kuchen- und Tortenkreationen bereiten sie frisch zu?

Bis zu zwanzig Kuchen und Torten müssen für das Wochenende oder die Feiertage zubereitet werden. Unter der Woche ist das Café geschlossen.

5.

Welche kulinarischen Köstlichkeiten gibt es noch?

Wie bieten herzhafte Brotzeiten mit Hofprodukten aus eigener Herstellung, regionales Bier und Kaffeekreationen

Highlights

Frau Petzold vom Bauernhofcafé
Frau Petzold vom Bauernhofcafé
  1. Frische selbstgebackene Kuchen und Torten

    Bei den Kreationen richten sich die fleißigen Bäckerinen nach der Ernte, die der Hof abwirft: Kirschen, Äpfel, Pflaumen und Johannisbeeren. Die Backwaren kommen frisch über die Theke - ohne künstliche Zusatzstoffe. Darüber hinaus bieten das Bauernhofcafé regelmäßig Brotzeiten an.

  2. Genießen auf der Terrasse

    Besonders gern genießen die Gäste die Kaffee- und Kuchenspezialitäten bei warmen Temperaturen auf der überdachten und sonnigen Terrasse inmitten der Natur.

  3. Träger des Sonderstaatspreises

    Erst vor kurzem wurde die Familie mit dem Sonderstaatspreis zur Förderung der ländlichen Region ausgezeichnet.

Podcast: Bauernhofcafé - das süße Café in Kirchenlamitz im Fichtelgebirge

So kommen Sie zum Bauernhofcafé

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Mark Zimmermann

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Mark Zimmermann ist Gründer von Bayern-online.de und schreibt das Blog Quergereist.de

Interview: Mark Zimmermann
Text: René Becher
Produktion: Annegret Bauch