Samba-Festival
Friedvolles und stimmungsvolles Festival an der "Coburgcabana": Das 34. Internationale Samba-Festival in Coburg begeisterte trotz Herausforderungen.
Ein Wochenende voller Rhythmus, Farben und purer Lebensfreude liegt hinter der Vestestadt: Das 34. Internationale Samba-Festival hat Coburg erneut in die „Samba-City“ verwandelt – wenn auch mit etwas weniger Besucherinnen und Besuchern am Samstag als im Vorjahr. Grund dafür waren unter anderem die gesperrte Bahnstrecke bei Hirschaid und das durchwachsene Wetter.
Trotz dieser Dämpfer fällt das Fazit der Veranstalter positiv aus: Es war ein friedliches, stimmungsvolles Festival mit Gästen aus aller Welt und einer beeindruckenden organisatorischen Leistung hinter den Kulissen. Organisator Rolf Beyersdorf sagt: „Wir haben wieder ein Lächeln nach Coburg gebracht. Ich muss aber auch mal Danke sagen an mein gesamtes Team im Hintergrund – ohne die wäre das alles nicht möglich.“
Highlights des Festivals waren die zahlreichen Auftritte der internationalen Künstler aus alles Welt. Auch die Parade durch die Coburger Innenstadt am Sonntag erfreute sich bei bestem Wetter großer Beliebtheit. Auch das Trommeln für den Frieden am Sonntagvormittag mit rund 1000 Sambistas sorgte für Gänsehautfeeling.
Rund 450 Wohnmobile und 400 Zelte verwandelten den Bereich rund um den Angerparkplatz und den Sportplatz in eine eigene kleine Stadt. Etwa 100 akkreditierte Journalistinnen und Journalisten aus zahlreichen Ländern berichteten vom Festival – ein weiterer Beleg für die internationale Strahlkraft der Veranstaltung.
Besondere Herausforderungen
Die Sicherheitsvorgaben stellten die Veranstalter auch in diesem Jahr vor große Herausforderungen. Terrorsperren und die damit verbundenen steigenden Kosten machen Festivals wie dieses zunehmend anspruchsvoller. Dazu fehlen auch klare Vorgaben seitens des Bundes und des Landes. Umso mehr lobten Stadt, Polizei und Veranstalter die gute Zusammenarbeit in Coburg. Neben dem Sicherheitsdienst und der Polizei waren auch Verkehrskadetten im Einsatz, die alle für ein reibungsloses und sicheres Festivalwochenende sorgten. Das BRK hatte keine nennenswerten Einsätze und spricht von einem normalen und friedlichen Festival. Auch die Polizeiinspektion Coburg meldete keinerlei besondere Vorkommnisse.
Polizei-Pressesprecher Jonas Krug erklärte:
„Wir als Polizeiinspektion Coburg können auf zwei sehr friedliche Tage mit sehr guter Stimmung zurückblicken und freuen uns, dass das diesjährige Sicherheitskonzept vollends aufgegangen ist.“
Coburgs Oberbürgermeister ist begeistert!
Dominik Sauerteig, Oberbürgermeister von Coburg, zog ein durchweg positives Fazit und betonte den Einsatz vieler, die oft im Hintergrund bleiben.
„Pure Lebensfreude in Samba-City! Das Samba-Festival war trotz des zeitweiligen Regens auch in diesem Jahr wieder ein großartiges Erlebnis für viele Menschen aus Nah und Fern. Als Oberbürgermeister danke ich in diesem Jahr vor allem den stillen Heldinnen und Helden des Samba-Festivals: den Reinigungskräften, die sich um die Straßen und Toiletten kümmern, der Müllabfuhr, dem Rettungsdienst, den Busfahrerinnen und -fahrern, den Taxifahrerinnen und -fahrern, den Verkehrskadettinnen und -kadetten, den Sicherheitskräften und -behörden, den Hausmeistern in Schulen und Sporthallen und vielen mehr. Von ihrem großartigen Einsatz profitieren alle. Das Festival, seine vielen Gäste, die Coburger Gastronomie, der Handel und somit ganz Coburg und die Region. Freuen wir uns also alle auf ein wunderbares Samba-Festival im Jahr 2026 bei hoffentlich allerbestem Samba-Wetter.“
Erstmalig fand ein Deutsch-Brasilianischer Wirtschaftsdialog statt.
Ein besonderes Highlight am Rande des Festivals waren die erstmals abgehaltenen Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage der IHK zu Coburg. Hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft trafen sich zum bilateralen Austausch. Mit dabei waren der Gesandte der brasilianischen Botschaft, Luiz Eduardo Fonseca de Carvalho Goncalves, der Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Tobias Gotthardt, sowie Vertreter der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft.
Zum Abschluss meldete sich auch der neue Sambabotschafter Amos Engelhardt zu Wort. Er ist der Gründer der I Live Group und Betreiber mehrerer Brasilienhotels in Europa.
„Es ist unglaublich, was ihr hier in langer und harter Arbeit aufgebaut habt. Ein Stück Brasilien in Deutschland und Europa. Ich bin sehr beeindruckt und gratuliere euch zu diesem wunderbaren Lebenswerk.“
Das 34. Internationale Samba-Festival in Coburg war ein friedliches Fest der Kulturen voller Musik, Tanz und Herzlichkeit. Es ist das größte Festival seiner Art außerhalb Brasiliens. Die Vorfreude auf das zweite Juliwochenende 2026 ist jetzt schon groß.