Lesung im Theaterkeller der Studiobühne Bayreuth: Dracula.

Lesung im Theaterkeller der Studiobühne Bayreuth: Dracula.

Melanie Berger

Erstellt | Geändert

Im Theaterkeller der Studiobühne Bayreuth wird Bram Stokers „Dracula“ lebendig – düster, vielstimmig und überraschend aktuell.

„Ich treibe in einem Meer der Verwunderung. Ich zweifle; ich bange; ich denke seltsame Dinge, die ich meiner eigenen Seele nicht einzugestehen wage.“

Mit diesen Worten taucht das Publikum tief ein in eine Welt zwischen Vernunft und Aberglaube. Bram Stokers Roman von 1897 ist mehr als nur eine Vampirgeschichte. Er ist ein Spiegel seiner Zeit – irgendwo zwischen aufkommender Moderne und uralten Ängsten.

Moderne Medien wie Phonograph und Schreibmaschine treffen auf das Unheimliche. Genau an dieser Schwelle entsteht eine Figur, die bis heute nicht loslässt: Graf Dracula. Der Vampir, der Generationen das Fürchten lehrte.

Vielstimmig ins Dunkel

Der Roman ist aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Briefe, Tagebucheinträge, Berichte – genau das macht ihn ideal für eine szenische Lesung.

Im Theaterkeller der Studiobühne Bayreuth wird diese besondere Erzählweise hörbar gemacht. Das Publikum reist nach Transsilvanien, spürt das viktorianische London – und erlebt hautnah den Versuch, den wohl berühmtesten Vampir der Literatur zu besiegen.

Die Konzeption und Textgestaltung übernimmt Oliver Hepp.
Es lesen: Oliver Hepp, Martin Kelz, Florian Kolb, Pierre Soldatenko, Lele Suendorf und Annette Zeus.

Einladung zum Mitgruseln

Der Theaterkeller bietet den passenden Rahmen: nah, intensiv, fast ein bisschen klaustrophobisch. Beste Voraussetzungen also, um sich auf das Spiel mit Angst, Zweifel und dunkler Fantasie einzulassen.

Wer Lust auf Literatur mit Gänsehaut hat, sollte sich diesen Abend vormerken.


Veranstaltungsinfos

Sonntag, 19. April 2026
Theaterkeller der Studiobühne Bayreuth
Eintritt frei

 

Melanie Berger

Erstellt | Geändert

Melanie Berger ist in Bayreuth aufgewachsen und beschäftigt sich privat wie beruflich mit Kultur, Geschichte und dem Leben in der Region.