Limes-Therme in Bad Gögging

Kurvertrauen seit 1919 - Stippvisite im legendären und gastfreundlichen Kurort Bad Gögging

Mark Zimmermann

Erstellt | Geändert

Aller guten Dinge sind drei - so jedenfalls im niederbayerischen Bad Gögging, der geschichtsträchtige Kurort, der bereits am 30. Juni 1919 den begehrten Bäderstatus erhielt.
„Dreifach g‘sund“ ist der berühmte Ortsteil von Neustadt an der Donau, denn drei wunderbare Heilmittel kommen hier zur therapeutischen Anwendung. 
Wie ein luxuriöses römisches Landhaus leuchtet das langgestreckte Kurhaus mit seiner Terrakotta-Fassade, in das die Tourismus-Managerin Astrid Rundler freundlich eingeladen hat. Im hellen Saal dieser „villa rustica“ erzählt sie Bayern online von der römischen Vergangenheit des Bades, und wie diese heute noch, nach ungefähr 2000 Jahren, in und um Bad Gögging erlebbar geblieben ist.

Bad Gögging - Kurvertrauen seit 1919

Bad Gögging in Niederbayern

Tourist Information
Heiligenstädter Straße 5
93333 Bad Gögging

Tel.  +49 9445 9575 0

Die sind überall, die Römer

Die Spuren und Sehenswürdigkeiten der Römer in Bad Gögging sind tatsächlich Legion. „Kein Wunder“, sagt die Tourismus-Managerin, „denn mit der römischen Besetzung ab 15 vor Christus wurden auch die Schwefelquellen der Region entdeckt. Allerdings erst viel später, zur Zeit des Kaisers Trajan (um 110 n. Ch.), wurden Badeanlagen erbaut, in denen die Soldaten ihre müden Gelenke heilen konnten.“ Männer, die wohl im nahe gelegenen Eining (einem weiteren Ortsteil Neustadts) im Kastell Abusina, einem römischen Militärlager unweit des Limes-Grenzwalls, ihr Lager aufgeschlagen hatten. Heute wird dort auf geschichtsträchtigem Boden im August das dreitägige Römerfest „Salve Abusina“ gefeiert. „Es handelt sich um ein lehrreiches, unterhaltsames Fest im Freiluftmuseum“, erklärt Rundler, „idyllisch eingebettet in die friedliche Landschaft des Naturparks Altmühltal. Kohorten von Soldaten und Gladiatoren, aber auch ziviles Volk geben sich ein Stelldichein und informieren die großen und kleinen Gäste auf erzählerisch-fesselnde Art und Weise vom Leben der Römer an der Nordgrenze des einstigen römischen Weltreiches.“

Rund um die Kur

Mit dem Gruß „Salve“ - also: „sei gesund!“ - kehren wir nun zurück nach Bad Gögging, wo, wie soll es anders sein, in der ehemaligen Kirche St. Andreas heute auch ein Römisches Museum für Kur- und  Badewesen zu finden ist. „Mit Recht“, erklärt Frau Rundler, „schließlich wurde bereits die Kirche auf dem Fundament einer alten römischen Therme errichtet, die seinerzeit als die größte Staatstherme nördlich der Alpen galt.“ Und auch die Hotels und Restaurants verweisen in frühere Zeiten und tragen Namen wie „Marc Aurel“, „Haus Augustus“ oder „Centurio“. Von der Therme des Ortes, dem heilenden Ankerpunkt Bad Göggings, ganz zu schweigen. 
Die Limes-Therme nämlich, nur einen Katzensprung vom Kurhaus entfernt, präsentiert seit 1979 eine Wellneswelt mit Liegegarten und einem Laconium in Form eines imposanten Römerturms, in dem die Besucher etwas ungewöhnlich vielleicht, dafür aber wirksam und mit tollem Blick in den gemütlichen Saunagarten saunieren können. Kurgäste müssen nicht gleich das große Latinum besitzen, um sich in dieser Therme zurechtzufinden, gleichwohl dürften sie das Badehaus mit einem etwas kleineren Latinum verlassen - das Sprichwort „mens sana in corpore sano“ des römischen Dichters Juvenal ist fraglos nicht nur dem erfahrenen Wellnesspublikum geläufig. Wohltuende Anwendungen in den Bereichen der „terra vitalis“ oder im „Atrium“ dieses veritablen Gesundbrunnens sorgen auch bei den Premierengästen für einen entschleunigenden, Körper und Geist kräftigenden Urlaub mitten im Urlaub.

Das Herzstück des beliebten Kurortes - die Limes-Therme

Den Besucher der Therme erwarten 3.500 qm SPA-Wasserlandschaften, verteilt auf 6 Innen- und 4 Außenbecken. Das Wasser wird mit einer Temperatur von 21 und 26 Grad gefördert und in den verschiedenen Becken bis zu 36 Grad temperiert.

Die weitläufige Anlage gliedert sich in das Thermal-Erholungsbad, in den Therapiebereich TerraVitalis und die Römersauna.

Die Limes-Therme im Video

Hier wird die einzigartige Limes-Therme im Video vorgestellt.

Die umfangreiche Thermenwelt ist so komponiert, dass dort jeder Gast mit Sicherheit sein ruhiges Refugium findet. 
Ob Römer-Sauna mit großem Liegegarten, Totes-Meer-Salzgrotte, Höhenklimalounge oder zahlreiche wohltuende Innen- und Außenschwimmbäder: diese Erholungswelt par excellence wird nicht nur physisch in guter Erinnerung bleiben.

Schwefel, Moor und Thermalwasser

Bad Gögging, das ist ja bekannt, besitzt Gesundheitskompetenz“, sagt Astrid Rundler. Was sich wie ein rasch dahin gesagter, süffiger Claim anhört, wird in Bad Gögging tatsächlich wie ein ehernes Gebot behandelt. „Wir wollen Sorge tragen, dass sich unsere Gäste und Patienten wohlfühlen und im besten Falle auch auskurieren.“ Drei direkt im Ort gewonnene, natürliche Heilmittel spielen in diesem medizinischen Kontext eine unverzichtbare Hauptrolle, als da wären: 

Schwefelwasser, Moor und das Mineral-Thermalwasser. „Eigentlich müssten wir wohl auch noch den Hopfen hinzuzählen, der bei uns auch therapeutisch und kosmetisch eingesetzt wird und ursprünglich in der Hallertau gewonnen wird“, so Rundler. Zum Hopfen später mehr, denn die vorab genannten Heilmittel verdienen zunächst eine genauere Betrachtung. 

Das staatlich anerkannte, hochkonzentrierte Schwefelwasser unterstützt zum Beispiel bei der Behandlung von Rheuma, Frauenleiden, Prostatabeschwerden und Hauterkrankungen. In der Regel begeben sich die Patienten dabei in warme Bäder, die „heilende Stinkbombe aus der Tiefe“ kann aber auch als Getränk verabreicht werden. Das Wasser wirkt entzündungshemmend und wird auch in Bad Gögging als Trinkkur bei Magen-Darm-Beschwerden an kunstvoll gestalteten Trinkbrunnen ausgegeben. 

Die lange Tradition von Mooranwendungen wird auch in Bad Gögging geschätzt und gepflegt. Mit gutem Grund, denn in unmittelbarer Nähe zur Limes-Therme erstreckt sich das Heiligenstädter Moos, ein Landschaftsschutzgebiet, entstanden aus den Niedermooren der Abensniederung im Donautal. Dort am Rande befindet sich zudem die Moorlagerstätte des Kurbades. Bis zu 50 Grad warme Vollbäder, Peelingmasken oder Packungen kommen zum Einsatz, wenn die Patienten unter Arthrose, Gicht oder Neurodermitis leiden. Aber auch eine kosmetische Beauty-Behandlung ist möglich. „Unser heimisches Naturmoor wirkt wie eine Wunderwaffe für den menschlichen Organismus“, versichert Rundler, „die Wärme wandert langsam in den Körper, das ist sehr entspannend für die Tiefenmuskulatur. Nach dem Moor-Peeling fühlt sich die Haut so glatt an wie die eines Säuglings.“   

Das Thermalwasser mit seinen wichtigen Spurenelementen und Mineralstoffen sprudelt aus 650 Metern Tiefe nicht nur direkt in die Außen- und Innenbecken des Thermalbades, sondern auch in der der Hotelbäder. Ob kalt oder warm: sobald das Wasser auf die Haut trifft, reizt es durch seine Temperatur, den Wasserdruck und die chemischen Einflüsse die beanspruchten Nerven. Beim Gebrauch von Thermalwasser spricht man daher in der Medizin auch von einer „Reiztherapie“, deren Ziel es ist, die körpereigenen Selbstheilungs- und Abwehrkräfte zu aktivieren. Wie auch beim Moor und Schwefel hilft das Thermalwasser bei der Behandlung von Gelenkerkrankungen. Darüber hinaus schwören Leidende mit Nervenentzündungen, Unfallverletzungen, Wunden oder gestörtem Kreislaufsystem seit jeher auf das vielseitig einsetzbare Mineralwasser. 

Drei direkt im Ort gewonnene, natürliche Heilmittel - einmalig in Bayern!

Seit über 2.000 Jahren wird in Bad Gögging das hochkonzentrierte Schwefelwasser, das aus fünf verschiedenen Quellen stammt, für medizinische Behandlungen eingesetzt.

Das wirksame Naturmoor stammt aus der Region und wird nicht nur zu medizinischen Zwecken, sondern auch als Kosmetik verwendet.

Das mineralische Thermalwasser mit seinen wichtigen Spurenelementen und Mineralstoffen wird in der Reiztherapie eingesetzt. Es sprudelt nicht nur direkt in die Außen- und Innenbecken des Thermalbades, sondern auch in der der Hotelbäder.

Hier bewahrheitet sich das Motto Bad Göggings: "Dreifach g'sund"!

Panoramatour - schauen Sie sich um im beliebten Kurort Bad Gögging

Pittoreske Flusslandschaften, schmucke Täler, blühende Ebenen

„Die großzügige Infrastruktur der Therme sorgt dafür, dass die Pavillons, Becken, Außenbereiche und Wege nicht so überlaufen sind. Jeder Gast findet bei uns sein Refugium“, sagt Astrid Rundler, die seit 2011 als Chefin der Tourist-Information tätig ist und an ihrem Beruf besonders die Tatsache schätzt, dass „jeder Tag hier unvergleichlich“ sei. Auf die Frage, welchen Rückzugsort sie selbst über alle Maßen schätze, antwortet sie: „Einer meiner Lieblingsplätze ist das Ufer des kleinen Kursees im friedlichen Kurpark. Hierher komme ich in den Morgen- oder Abendstunden. Dann schaue ich ins Grüne, verfolge das Treiben der Fische oder lausche dem beruhigenden Geräusch des plätschernden Wassers.“ 

Bad Gögging sei ein kleiner, aber auch sehr feiner niederbayerischer Kurort mit überschaubaren 2.200 Einwohnern (und mindestens ebenso vielen Gästebetten in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen), von denen viele ihren Lebensunterhalt mit dem Tourismus verdienen. „Bei jährlich über einer halben Millionen Übernachtungen und weit mehr als 100.000 Gästen darf dies allerdings nicht überraschen.“ Die Besucher kämen, um das breite Gesundheitsangebot zu genießen, aber auch, um das prächtige Umland kennenzulernen. Mit dem Auto oder mit dem Rad.

Viele der traumhaft schönsten Destinationen sind unter einer Stunde Anreise zu erreichen. Größere Städte wie Regensburg, Ingolstadt, aber auch München liegen ganz in der Nähe. Die meisten bekannten Städte und Ortschaften sind mit dem Fahrrad zu erschließen, entweder etappenweise auf der insgesamt 244 Kilometer langen „Niederbayerntour“ oder auf dem Donau- sowie Limes-Radweg. Diese verkehrsberuhigten Pfade führen wie die meisten lokalen Panorama-Wanderrouten vorbei an erquickenden Badeseen, bunten Hopfen- und Spargelfeldern, durch den entzückenden Naturpark Altmühltal mit seinen vornehmen Burgen und entlang der sommerlich-blühenden Donauauen. Ebenso im Altmühltal befindet sich das Kloster Weltenburg in Kelheim am Donaudurchbruch sowie die am Horizont eindrucksvoll thronende Befreiungshalle. „Wenn man in der Gegend ist, sollte man es auf keinen Fall versäumen, eine Donauschifffahrt zu buchen“, sagt Frau Rundler.

Ein weiterer Höhepunkt, der zu einer abenteuerlichen Tagesreise animiert, ist ohne Zweifel die Hallertau mit ihren grünen und weit über das Land hin duftenden Hopfenfeldern, den Hopfenhöfen und dem Hopfenmuseum in Wolnzach. Mitten im bayerischen Dreieck aus Natur- und Lebensfreude, also zwischen dem engen Donautal bei Weltenburg, dem Altmühltal und dem Hopfen-Anbaugebiet Hallertau ist die Kleinstadt Abensberg gelegen, gerade einmal 20 Minuten mit dem Rad von Bad Gögging entfernt. Hierher pilgern die Touristen, um Kuchlbauer‘s Bierwelt aufzusuchen. „Ein ganz besonderer Ort, an dem der Beweis erbracht wird, dass moderne Kunst und Bierbrauen eine stimmige Liaison eingehen können. Besonders attraktiv vor Ort ist der mächtige Turm, erbaut nach Plänen des bekannten Künstlers Friedensreich Hundertwasser."

Bad Gögging ist auch ein beliebter Tagungsort

Viele Unternehmen machen im Kurort Station und nutzen die mannigfaltige Auswahl an geräumigen Tagungssälen in den Hotels oder im Kurhaus.

In den Pausen geht es dann raus in den Ort oder die Region, ganz nach dem Motto: "Noch kreativer denken in der Natur, den Kopf endlich einmal frei bekommen".

Möglichkeiten zum Teambuilding und zum sportlichen Ausgleich sind in Bad Gögging und der Umgebung reichlich vorhanden.

Glaube, Liebe, Hopfen

Apropos „Bier“ - was hatte es vorhin mit dem Hopfen als heimliches viertes Heilmittel von Bad Gögging eigentlich auf sich? Die Tourismus-Managerin schmunzelt. „Bier hatte ich jedenfalls nicht damit gemeint.“ Der Gerstensaft werde den Patienten allenfalls als therapeutische Dreingabe serviert. Astrid Rundler wird präziser: „Bei uns in Bad Gögging wird der in der Hallertau geerntete Hopfen tatsächlich in der Pharmazie verarbeitet. Hopfen in Bad Gögging - das wäre somit unser viertes Heilmittel, das aus natürlichen Rohstoffen gewonnen wird.“ Man müsse wissen, dass nicht nur der Genuss von Hopfen, also die „innere“ Anwendung, Körper und Geist sinnlich berühre. „Daher haben wir in der Limes-Therme eine urige Hopfen-Hütte eingerichtet, in der edle Zuber mit Öko-Naturhopfen der Sorten ‚Hallertauer Tradition‘ und ‚Spalter Selekt‘ aus heimischem Anbau zur Verfügung stehen.“ Diese entzündungshemmenden Vitalbäder würden ungemein entspannen und als Mittel gegen Nervosität und Einschlafstörungen für viele Menschen unverzichtbar sein, erklärt Rundler.         
Freilich käme der Hopfen auch in Bad Gögging gebraut ins Glas oder gebacken und gekocht auf den Essteller, „schließlich sind wir hier noch immer in Niederbayern.“ Astrid Rundler lacht und ergänzt: „Nicht wenige unserer Gäste erscheinen ganz bewusst zur Zeit der großen Hopfenernte. Wenn man Ende August, Anfang September durch den Ort spaziert, riecht es hier wunderbar nach aromatischem Hopfen. Die Gäste besuchen die regionalen Hopfenhöfe und unterhalten sich mit den hiesigen Bauern. Natürlich steht auch in den Bad Gögginger Restaurants das Hopfenzupfermahl - das typische Essen der Erntehelfer, das Rinderfilet in Hopfenkruste, bayerisches Bier und die Hopfenlimonade auf der Menükarte.“ Lange Rede, kurzer Sinn: In Bad Gögging wird der Hopfen in allen möglichen Variationen genossen.

In Bad Gögging kommt der in der nahen Hallertau geerntete Hopfen nicht nur ins Bier

Die grüne Kletterpflanze wird hier zu therapeutischen Zwecken eingesetzt und iat auch auf diversen Speisekarten zu finden.

Die duftenden Blüten des seit 2007 als Heilpflanze anerkannten Hopfens helfen bei Nervosität und Schlafstörungen. Das "grüne Gold" der Hallertau ist somit fester Bestandteil des Gesundheits- und Wellnessangebotes des Kurortes. So kann man in Bad Gögging zum Beispiel Hopfenblütenbäder, Hopfenölmassagen oder Hopfencremepackungen genießen.

Als Zutat für schmackhafte Hopfenlimonade oder für verschiedene lokale Gaumenfreuden gelangt Hopfen mal in anderer Form auf dier Tische der Gastronomen.

Von urig-bayerisch bis mediterran

Die charakterstarke Auswahl an Sterne-Hotels mit eigenem Spa-Angebot, Tagungsstätten, Golf-Resort und kleineren Betrieben mit Pensionen, Ferienwohnungen oder Campingplätzen sowie Stellplätzen für Wohnmobile lockt jährlich zahlreiche Touristen und Geschäftsleute nach Bad Gögging und in die traumhafte, an natürlichen Wundern wahrlich nicht arme Umgebung.

Regionale und schmackhafte Verpflegung gibt es in den Hotels und Restaurants sowie Gaststuben. „Gemessen an der Einwohnerzahl haben wir hier wahrscheinlich eine größere Gastronomiedichte als beispielsweise die Stadt Köln“, sagt Astrid Rundler. Viel wichtiger aber ist, dass die Speisekarten nicht nur einfach bayerische Hausmannskost kredenzen. Mitnichten: Die Küchen sind „bestens bestückt“ und „breit aufgestellt“, sodass auch etwa Freunde und Fans mediterraner & internationaler Gerichte in Bad Gögging voll auf ihre Gaumen-Kosten kommen.

Zum Wohle aller!

„Nutze den Tag!“ - gut gestärkt und gespeist eine Leichtigkeit. Zumal man hier nach Zerstreuungen nicht lange suchen muss. Einige der wichtigsten und spannendsten Ausflugsziele wurden schon besprochen. Doch selbstverständlich punktet auch Bad Gögging selbst mit einigen kulturellen und freizeitlichen Glanzlichtern bei seinen Reise-, Erholungs- und Übernachtungsgästen. 

Das große Erntedankfest Ende September mit bayerischer Volksmusik, Trachtentänzen und authentischem Brauchtum ist ein Publikumsmagnet und nicht mehr wegzudenken aus dem Bad Gögginger Eventkalender. Ebenso wenig wie der traditionelle Leonhardiritt, zu Ehren des Heiligen Leonhard von Limoges, dem Schutzpatron für das Vieh. „Ein prächtiges, Aufsehen erregendes Spektakel für junge und etwas ältere Schaulustige.“ Und in der Tat: Am letzten Sonntag des Oktober gibt es beim „Fest der Pferde“ eine Menge zu bestaunen und zu bejubeln, wenn die hübsch und meisterhaft geschmückten Rösser und Kutschen durch den Ortskern ziehen, nachdem der Pfarrer die Tiere auf der Römerbad-Wiese feierlich gesegnet hat. 

Das vielleicht wichtigste Ereignis Bad Göggings aber ist eine Messe, die uns zum alles bestimmenden Thema des Ortes, der Gesundheit, zurückbringt. Denn im Mai finden die „Aktionstage Gesundheit“ statt. „Unsere Mitmach-Ausstellung ist eine persönliche und interaktive Begegnung der Besucher und Patienten mit unseren Ärzten und Therapeuten aus der Therme, den Spa-Hotels und den Kliniken.“ Das „Gesundheitsfestival“ beginnt mit einer Informationsausstellung, erhellenden Workshops und Vorträgen im Kurhaus und „entführt“ die Gäste schließlich an zahlreiche Örtlichkeiten in ganz Bad Gögging, darunter in den Kurpark und gewiss auch in die Limes-Therme. „Der ganze Ort ist involviert“, sagt die Tourismus-Managerin Astrid Rundler, und man möchte am Ende noch mit den Worten ergänzen: Pro salute omnium - zum Wohle aller

5Fragen an die Tourismus-Managerin Astrid Rundler

1.

Frau Rundler, Bad Gögging wirbt mit dem Slogan „dreifach g’sund“. Könnten Sie uns bitte kurz erklären, wie Ihre Gäste diese Kompetenz zu spüren bekommen?

Bad Gögging ist der einzige Kurort in Bayern, an dem drei ortsgebundene Heilmittel zu Anwendung kommen: das Schwefelwasser, das Naturmoor und das mineralische Thermalwasser. Auch der Hopfen aus unserer Region wird in der Heilkunde eingesetzt. Einmal im Jahr laden wir unsere Gäste zur Gesundheitsmesse, den „Aktionstagen Gesundheit“, in unseren Kurort ein. Viele erfahrene Ärzte und Therapeuten sind an allen Tagen anwesend, klären individuell auf über Indikationen und beraten die Patienten, die bei uns Ferien machen oder einfach nur als Touristen vorbeischauen. 

2.

Welche Sehenswürdigkeiten sollten die Ferien- und Tagesgäste auf jeden Fall besuchen?

Etwas außerhalb Bad Göggings, in Eining, liegt das Römerkastell Abusina. Es handelt sich um ein Freiluftmuseum, wo alljährlich an drei Tagen das berühmt Römerfest Salve Abusina stattfindet. Soldaten, Gladiatoren und ziviles Volk geben sich ein Stelldichein und informieren auf eindrückliche und erzählerisch-fesselnde Art und Weise vom Leben der Römer am Limes-Grenzwall. 
Lohnende Tagesausflüge sind jederzeit möglich. In unmittelbarer Nähe zu unserem Kurort liegt zum Beispiel das Kloster Weltenburg, das Naturschutzgebiet „Weltenburger Enge“ am Donaudurchbruch sowie die Befreiungshalle in Kelheim. Eine Brauereibesichtigung in Kuchlbauer‘s-Bierwelt mit dem Hundertwasser-Turm in Abensberg und ein Besuch im Hopfenmuseum Wolnzach dürfen nicht versäumt werden.

3.

Wie gestaltet sich das Bad Gögginger Veranstaltungsjahr?

Im Mai richten wir jährlich unsere Gesundheitsmesse aus. Der ganze Ort ist involviert, Ärzte und Therapeuten aus der Limes-Therme stehen den Patienten mit Rat und Tat zur Seite.   
Ende September findet unser großes Erntedankfest statt. bei dem natürlich der Hopfen im Fokus steht. Auf dem Stimmungsprogramm: Bayerische Musik, Trachtentanz und jede Menge Brauchtum.     
Der traditionelle Leonhardiritt begeistert junge und etwas ältere Touristen und Einheimische gleichermaßen. Reitgruppen aus der Region sind Ende Oktober zu diesem prunkvolles Spektakel eingeladen, um den Heiligen Leonhard (Leonhard von Limoges), den Schutzpatron für das Vieh, feierlich zu ehren. 

4.

Welche sportlichen Aktivitäten können in Bad Gögging und in der Region ausgeübt werden?

Ein großes Thema bei uns ist das Radfahren. Kein Wunder: die Wege entlang der Donauauen sind nicht zu hügelig und bieten durchweg ein prächtiges Panorama. Beim Wandern präsentieren wir aufregende Wanderwege durch das bezaubernde Altmühltal. Auch das Bootswandern auf der Donau, das Kajakfahren, Nordic Walking, Kneippen, Golf und Yoga im Kurpark sind bei uns beliebte Freizeitaktivitäten. Ansonsten sehen Urlauber in der Limes-Therme viele Möglichkeiten, schwimmen zu gehen oder sich im dortigen Vitalzentrum an den unterschiedlichsten Sportgeräten fit zu halten.

5.

Wie steht es mit der Kulinarik in Bad Gögging?

Rund 2.000 Arbeitsplätze sind hier vom Tourismus geprägt. So ziemlich jeder Bürger hat also beruflich mit dem Fremdenverkehr zu tun - ob als Gastronom, Hotelangestellter oder medizinische Fachkraft in den Bädern und Kliniken. Unsere Verpflichtung ist es auch, uns gastronomisch breit aufzustellen. Die zahlreichen Hotels und Restaurants (insgesamt bietet Bad Gögging 2500 Gästebetten) sind bestens vorbereitet. Von urig-bayerisch bis mediterran: Jeder Gaumen soll verzaubert werden.

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Man spielt auf 18 breiteren, naturnnahen Kunstrasenbahnen mit einer Länge von 8-16 Metern. Die Regeln und die Ausrüstung lehnen sich an den Golfsport an.

Die Bad Gögginger Anlage für diesen anpruchsvollen Kleingolfsport liegt idylisch am Ufer der Abens und empfängt seine Gäste bei schönem Wetter von Anfang Mai bis Ende Oktober.

Image Video von Bad Gögging - der beliebte Kurort in Bildern

Bad Gögging ist ein kleiner, aber erlesener Ortsteil von Neustadt an der Donau und hat etwa 2.200 Einwohner mit jährlich über einer halben Millionen Übernachtungen sowie über 100.000 Gästen. Sie alle besuchen Bad Gögging und das traumhafte Umland. Sie nehmen für gewöhnlich auch das medizinische Angebot wahr, das in der Regel in den Spa-Hotels und natürlich in der Limes-Therme  des Kurortes zur Entfaltung kommt.

Highlights

Tourismus-Managerin Astrid Rundler - Portrait
Tourismus-Managerin Astrid Rundler
  1. Gesundheitskompetenz

    Bad Gögging ist der einzige Kurort in Bayern mit drei ortsgebundenen Heilmitteln:  
    - hochkonzentriertes Schwefelwasser
    - wirksames Naturmoor 
    - mineralisches Thermalwasser 

  2. Limes-Therme

    Die Limes-Therme in Bad Gögging ist ohne Zweifel das Highlight des Ortes - hier findet man von Erholungsbad über Sauna bis hin zu den medizinischen Anwendungen alles unter einem Dach.

  3. Hopfenregion

    Das "Grüne Gold“ kommt in Bad Gögging verstärkt als äußeres Heilmittel zum Einsatz, wirkt es doch bei Nervosität und Einschlafstörungen wahre Wunder. Aber auch regionale Schmankerl werden mit Hopfen verfeinert wie z.B. das Hopfenzupfermahl oder das Rinderfilet in leckerer, knuspriger Hopfenkruste. 

Interview mit der Tourismus-Managerin Astrid Rundler

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Hier finden Sie Bad Gögging

Kontakt zur Tourist-Information in Bad Gögging

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Das Team von Bayern-online wünscht Ihnen einen erholsamen und unvergesslichen Aufenthalt in Bad Gögging!

Mark Zimmermann

Erstellt | Geändert

Mark Zimmermann ist Gründer von Bayern-online.de und schreibt das Blog Quergereist.de

Interview: Mark Zimmermann
Text: René Becher/A.Bauch
Produktion: Annegret Bauch