Marc Chagall – Eine Liebesgeschichte

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Vom 17. Juli 2021 bis zum 09. Januar 2022 sind 60 Werke des international bedeutenden Künstlers aus Privatsammlungen im Olaf Gulbransson Museum Tegernsee zu sehen. Eine derart bedeutsame Ausstellung mit dieser Strahlkraft ist ein absolutes Novum für die Region.

Die Sonderausstellung "Marc Chagall. Eine Liebesgeschichte. Daphnis und Chloé und andere Werke" zeigt im Olaf Gulbransson Museum Tegernsee Werke aus privaten Sammlungen, die zum großen Teil bereits seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich zu sehen waren.

Es ist ein Paukenschlag, mit dem der Galerist und Kurator der Ausstellung Michael Beck als neuer Vorsitzender der Olaf Gulbransson Gesellschaft Tegernsee startet. Marc Chagalls Bilder haben einen Platz in allen großen Museen und Galerien der Welt. Für die Region um den Tegernsee ist eine Ausstellung dieser Größenordnung etwas vollkommen Neues. Im Zentrum steht die antike Liebesgeschichte von Daphnis und Chloé.

Auch in weiteren Werken – Gemälden und Aquarellen – dreht sich alles um die Liebe, um Paare, die schweben und Halt aneinander finden. Unter den Ausstellungsstücken ist auch ein Skizzenbuch Marc Chagalls, das Einblicke in die Seelen- und Gedankenwelt des Künstlers erlaubt. Ein weiteres Ausstellungshighlight bildet das „Brautpaar mit rotem Hahn“, eines der Hauptwerke aus dem Jahr 1939.

Natürlich ist Marc Chagall außerdem der „jüdische Künstler“, der im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ umfangreich präsentiert wird. Zur Sonderausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog. Ein vielfältiges Rahmenprogramm greift spannende Aspekte der Ausstellung auf. Während der Tegernseer Woche vom 23. September bis zum 03. Oktober führt Kurator Michael Beck exklusiv durch die Sonderausstellung, gibt Hintergrundinformationen und erzählt über seine ganz persönliche Sicht auf das Werk von Marc Chagall.

Am Freitag, den 15. Oktober findet ein Face-to-face Gespräch statt. Andrea Bambi, Leiterin der Provenienzforschung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Tessa Rosebrok sowie Mario von Lüttichau, ehemaliger und langjähriger Kustos des Museum Folkwang, Essen und Experte für „entartete Kunst“ diskutieren unter Moderation von Michael Beck das Thema: „Ein ‚entarteter Künstler‘“. In Kooperation mit dem Verein zur Förderung des Israel Museums in Jerusalem e.V. und im Rahmen der Dialogreihe „Bridging the Gap“ ist ein weiterer Höhepunkt des Begleitprogrammes am 09. Oktober das Gespräch zwischen Ronit Sorek, Kuratorin am Israel Museum und Diandra Donecker, Geschäftsführende Gesellschafterin der Villa Grisebach Auktionen sowie Michael Beck zum Thema "Bella, Virginia und Vava: Die Frauen von Chagall zwischen Musen und  Managerinnen - geht das Konzept heute noch auf?"

Einführung und Begrüßung: Sonja LahnsteinKandel, Chair German Friends of the Israel Museum. „Freitags im Museum“ ist eine laufende Reihe von Führungen durch die Sonderausstellung. 

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