21.08.2019

von B° ZA

Mandelentzündung – Symptome und Behandlung | Bayern-Online Regional

Der Hals schmerzt und Sie vermuten eine Mandelentzündung dahinter? Mehr über die Symptome und Behandlung, lesen Sie hier.

Was ist eine Mandelentzündung und was können sie tun?

Eine Mandelentzündung, auch Tonsillitis oder Angina tonsillaris genannt, ist eine Entzündung der Gaumenmandeln. Bei geöffnetem Mund sind diese im Rachen links und rechts hinter den Zäpfchen zu erkennen. Die Gaumenmandeln gehören zusammen mit den anderen Mandeln des Rachenrings zu unserem Immunsystem. Sie dienen als eine erste Abwehrbarriere gegen Keime, die in den Rachenraum eintreten. Alles zu Symptomen, wie beispielsweise Schluckbeschwerden und zur Behandlung einer Mandelentzündung lesen Sie hier.

Symptome einer akuten Mandelentzündung

Eine akute Form der Mandelentzündung macht sich auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar. Betroffene können folgende Symptome verspüren:

 

  • Schluckbeschwerden
  • Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Anschwellen der Lymphknoten am Hals
  • Mundgeruch
  • „verwaschene“ Aussprache
  • Engegefühl im Hals – Atmung kann schwerfallen


Auch plötzliche Halsschmerzen sind typisch und viele Leidtragende sind daher auf der Suche nach Hilfe bei Halsschmerzen . Neben den klassischen Hausmitteln wie Salbeitee, Halssprays oder Lutschtabletten gibt es noch viele weitere Möglichkeiten seine Beschwerden in den Griff zu bekommen.

Die chronische Mandelentzündung

Bei der chronischen Form der Mandelentzündung geht die Erkrankung von immer wieder kehrenden Infekten beziehungsweise einer schwelenden Entzündung in den Mandeln hervor. In den Krypten (tiefe Furchen in den Mandeln) sammeln sich abgestorbene Bakterien und Zellabfall. Können sich diese Krypten nicht mehr ausreichend entleeren, vermehren sich die darin befindlichen Keime und entwickeln sich zu einer Infektion.

Wie sieht die Behandlung einer Mandelentzündung aus

Als erstes gilt es zu erwähnen, dass eine Mandelentzündung zwingend ärztlich behandelt werden muss. Eine bakterielle Infektion wird meist mit Antibiotikum in Kombination mit Schmerzmitteln behandelt.

Was können Sie bei einer Mandelentzündung tun? Legen Sie sich feuchte Halswickel um den Hals. Ob kaltes oder warmes Wasser, ist Ihnen überlassen. Warme Getränke und Gurgeln mit lauwarmem Salbeitee können ebenso genesungsfördernd wirken. Sollten Sie rauchen gilt während einer Mandelentzündung – Finger weg von Zigaretten und Abstand halten von Rauchern.

 

Bei der richtigen Therapie heilt die Infektion innerhalb ein bis zwei Wochen problemlos aus.

Wer sich nicht behandeln lässt riskiert eine chronische Erkrankung. Achtung: Eine Mandelentzündung wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Betroffene sollen daher frühestens einen Tag nach dem Start der Behandlung mit Antibiotika wieder Gemeinschaftseinrichtungen betreten.

Wann ist eine Operation notwendig?

Wenn eine Mandelentzündung häufig (fünf bis sechs Mal pro Jahr) oder gar chronisch auftritt, ist meist eine Operation die sinnvollste Lösung. Da dem Körper keine dauerhafte Behandlung mit Antibiotikum zugemutet werden kann, werden bei einer so genannten Tonsillektomie die Gaumenmandeln komplett entfernt.

Die Tonsillektomie gehört im HNO-Bereich zu den Routineeingriffen und zählt allgemein zu den am häufigsten durchgeführten Operationen. Damit nach der Entfernung keine Nachblutungen auftreten, gilt es in den ersten Tagen kalte Getränke und weiche Nahrung zu sich zu nehmen. Körperliche Belastungen oder gar Sport sind in den ersten Wochen tabu.

Neben der Methode, die Mandeln komplett zu entfernen, gibt es noch die Möglichkeit der teilweisen Entfernung. Die sogenannte Tonsillotomie findet am häufigsten bei Kindern, deren Mandeln lediglich wegen ihrer abnormalen Größe zu Schluck- und Atembeschwerden führen, Anwendung. Hierbei werden die Gaumenmandeln mit dem Laser oder mittels Radiofrequenz abgetragen. Bei einer chronischen Entzündung hat diese teilweise Entfernung allerdings keinen Sinn, da ein Teil des Entzündungsherdes im Körper zurückbleiben würde.

Der größte Vorteil der Tonsillotomie ist es, dass ein wichtiger Teil der Immunabwehr aufrecht erhalten wird und das Risiko von Schmerzen und Nachblutungen geringer ist.

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