25.02.2018

von JD-B° RB

Größer, heller, schärfer

Wenn die Brille nicht mehr ausreicht, sind stärkere Sehhilfen gefragt

in schneller Blick ins Rezept ist mit dem richtigen Hilfsmittel auch für Sehbehinderte kein Problem

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es mehr als eine Million sehbehinderte Menschen in Deutschland. "Sehbehindert" bedeutet kurz gesagt, dass die Betroffenen trotz Brille oder Kontaktlinsen nur eine Sehschärfe von weniger als 30 Prozent erreichen. Sowohl im Alltag als auch in der Freizeit und beim Verfolgen von Hobbys und Interessen sind damit oft große Einschränkungen verbunden: vom Entziffern von Fahrplänen, Etiketten und Rezepten über das Lesen von Zeitungen und Büchern, das Betrachten von Bildern oder das Fernsehen bis zum Besuch von Ausstellungen oder Museen - alles kann ohne Hilfe zum Problem werden.

Technische Hilfsmittel pushen das Sehvermögen

Es muss dabei nicht unbedingt die Hilfe von anderen Menschen sein, die Sehbehinderten eine bessere Teilhabe ermöglicht. Oft lässt sich durch geeignete technische Mittel das verbliebene Sehvermögen so gut nutzen, dass viele Herausforderungen wieder selbstständig bewältigt werden können. Entscheidend sind dabei vor allem zwei Dinge: Eine ausreichende Vergrößerung und eine gute Ausleuchtung des betrachteten Objekts. Denn die verschlechterte Auflösung schwacher Augen lässt sich durch eine entsprechend größere Abbildung in vielen Fällen ausgleichen. Dazu haben Sehbehinderte oft einen deutlich höheren Lichtbedarf als Normalsichtige. 

Je nach Grad der Behinderung und zu bewältigender Sehaufgabe kann dann das richtige Hilfsmittel eingesetzt werden - viele Informationen dazu gibt es auch unter www.sehbehindertenspezialist.de. Anbieter wie etwa Schweizer Optik bieten inzwischen eine breite Palette von Sehhilfen an - beispielsweise Spezialbrillen, Lupen und Lesegläser, Lupen mit zusätzlicher LED-Beleuchtung und elektronische Sehhilfen mit Digitalkamera und zahlreichen Zusatzfunktionen. Menschen mit Sehbehinderung sollten sich für die Auswahl am besten an einen zertifizierten LowVision-Optiker wenden.

Verschiedene Modelle ausprobieren

Beim Fachoptiker wird man nicht nur eingehend und fundiert beraten, meist sind dort auch alle in Frage kommenden Sehhilfen vorrätig und können getestet werden. So kann man bei Leuchtlupen der Reihe "Ergo-Lux" etwa zwischen verschiedenen Lichtfarben wählen - kalt-, neutral- und warmweiß -, da bei unterschiedlichen Augenproblemen verschiedene Farbspektren als angenehm empfunden werden. Auch lässt sich ausprobieren, ob man gut mit einem batteriebetriebenen Modell zurechtkommt oder lieber auf modernste Aufladung durch Induktion setzt.

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