Kirschbäume in Pretzfeld

Kirschblüte in der Fränkischen Schweiz

Susanne Anker

Erstellt | Geändert

Hunderte Quadratkilometer von zartrosa und weißen Blüten, eingebettet in in das satte Grün der Weide, der betörend süße Duft und das wohlige Summen der Bienen.

Kirschensaison

Je nach Witterungsbedingung zeigen sich die schönen weißen Süßkirschenblüten Mitte/Ende April. Nach einer Reifezeit von etwa 60 Tagen können die süßen Früchte in der Regel im Juni geerntet werden. Im Juli geht hier die Kirschensaison zu Ende.

Ein Fest für die Sinne

Bedingt durch das milde Klima kann die Fränkische Schweiz auf das größte zusammenhängende Kirschanbaugebiet Europas zurückblicken. Besonders die Süßkirsche reift hier hervorragend. Jetzt, um die aufkeimende Frühlingszeit herum, entfaltet sich die Kirschblüte zu ihrer vollen Pracht. Das wunderschöne Naturschauspiel sorgt weltweit für Aufsehen und muss dem Nonplusultra in Japan in keinster Weise nachstehen.

Rund ums Walberla

Die Ehrenbürg — ein Berg im Nordtal der Fränkischen Alb mit einer markanten Doppelkuppe erstrahlt zu dieser Zeit in einem Meer aus brautweißen Blüten. Der Berg, der von den Franken selbst Walberla genannt wird, liegt inmitten des Kirschanbaugebiets und scheint im Frühling wie in Schnee gebettet. Für Besucher und Wanderer scheint die Region märchenhaft verzaubert, irgendwie nicht von dieser Welt, so betörend verströmt die Armada an Kirschblüten ihren süßen Duft. Umherfliegende Blüten hüllen die Region in einen leichten Schleier aus zarten Farben. Besonders die Region ums Walberla lädt hier zu ausgiebigen Wanderungen durch die fränkischen Kirschgärten ein.

Ein weiß-rosa Meer aus Kirschblüten

Im Trubachtal, in der Nähe Hiltpoltsteins, Pretzfelds oder auch rund um den Berg Walberla bewundern wir die größten Anbaugebiete dieser herrlichen, frühen Fruchtsorte. Schon jetzt ist die Landschft hier in ein weiß-rosa Meer aus Kirschblüten verwandelt. In der nächsten Jahreszeit, im Sommer, verkaufen die Obstbauern hier direkt ihre Kirschen vom Baum an die zahlreichen Besucher und Händler in der Region.
Ein Großteil der Kirschen geht auch an die hier ansässigen Brennereien, die die Früchte zu würzigem, fruchtigen Likör und Schnaps verarbeiten.
 

Kirschblüte in Bieberbach

Die Kirschen als Wirtschaftsfaktor

Natürlich werden die Kirschen in der Fränkischen Schweiz nicht nur zu Schauzwecken angebaut. Hier in der fränkischen Schweiz, einer nur mäßig fruchtbaren Region, gehören die Kirschen zu einem der bedeutendsten Wirtschaftszweige. Über 200 000 Kirschbäume, verteilt auf auf ca. 2500 Hektar Anbaufläche, werden hier von ca. 1950 Kirschbauern versorgt und gepflegt um im Sommer einen reichhaltigen Ertrag einfahren zu können.
Trotz des enormen Wirtschaftspotentials und der Agrarwirtschaft hat sich die Fränkische Schweiz ihre Natürlichkeit und Unberührtheit bewahrt. Auf Wanderungen durch das Gebiet trifft man nur ab und an andere Menschen, die Schönheit der Natur kann idyllisch und einsam genossen werden. Ein wenig mehr Technik und Menschen kommen im Juni und Juli zur Kirschernte zum Einsatz. Das Johannifest am 24. Juni und das Kirschenfest Mitte Juli laden hier zu gemeinsamem Feiern des wunderschönen Naturspektakels ein.

 

 

Kirschblüte bei Leutenbach

Zum Abschluß ein paar Termine und Daten der Region zu diesem Ereignis:

1.) Walberlafest am 1. Wochenende im Mai
2.) Johanni am 24. Juni, zugleich der Zeitraum in dem die Kirschernte beginnt
3.) Kirschenfest Mitte Juli, da auch in den höher gelegenenen Kirschenanbau-Gebieten die Kirschernte endet

Kirschanbaugebiet Fränkische Schweiz

Susanne Anker

Erstellt | Geändert