Heimatkunde 4.0 – zu Gast in Goldkronach

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Heimatkunde  4.0 – zu Gast in Goldkronach: Das Projekt "Heimatkunde 4.0" des Fördervereins Fichtelgebirge erfreut sich großer Beliebtheit. 

Das Ziel des Vereins, insbesondere die kleineren Städte und Gemeinden des Fichtelgebirges in den Fokus zu rücken, wurde bei bisher elf Touren auf ganz unterschiedliche Art und Weise erreicht. Im September folgte nun die Alexander-von-Humboldt-Stadt Goldkronach im Landkreis Bayreuth.    



Die zwölfte Station der Veranstaltungsreihe „Heimatkunde 4.0“ des Fördervereins Fichtelgebirge e.V. führte im September 2022 nach Goldkronach im Landkreis Bayreuth. Knapp 15 interessierte Bürgerinnen und Bürger des Fichtelgebirges lernten den staatlich anerkannten Erholungsort auf innovative Weise kennen. Ziel war es, bei einer Entdeckungstour durch den Ort Geschichte, Gegenwart und Zukunft erlebbar zu machen.

In einer vierstündigen Tour durch den Ort stellten Bürgermeister Holger Bär und in Vereinen ehrenamtlich engagierte Bürger ihre Stadt vor. Goldkronach wird auch als deutsches Mekka der Goldwäscher bezeichnet und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen sowie Einheimische. Das 2.500 Einwohner zählende Städtchen am Rande des Fichtelgebirges bietet eine bevorzugte geographische Lage und eine beeindruckende Geschichte.

Die erste Station der Tour durch Goldkronach war das Schloss Goldkronach. Hartmut Koschyk, Vorsitzender des Alexander von Humboldt-Kulturforums Schloss Goldkronach, berichtete über das Leben und Wirken des Alexander von Humboldt, der von 1792 bis 1796 in Goldkronach weilte. Im Kellergewölbe des Schlosses ist besonders gut die sogenannte „Fränkische Linie“ zu sehen - ein bedeutendes geologisches Phänomen in Mitteleuropa. Es handelt sich dabei um eine Bruchzone, an der zwei Erdplatten aufeinandertrafen und sich ineinander verwoben haben. Auf über 200 Kilometern ist diese Linie vom Bayerischen Wald bis an die Nordspitze des Thüringer Waldes anhand eines markanten Geländeanstiegs stets gut zu erkennen.

Im Anschluss begab sich die Gruppe auf den Weg zur Museumsscheune. Diese aufwendig sanierte Scheune dient mittlerweile als Veranstaltungsort und beheimatet außerdem die Museumsbrauerei von Goldkronach. Einige engagierte Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Bürgermeister Holger Bär, brauen mehrmals im Jahr in Eigenregie ein Goldkronacher Bier. Otfried Gräbner, Vorsitzender des Vereins Museumsbrauerei Goldkronach, vermittelte Wissenswertes zum Thema Bier brauen.

Im Garten des Goldbergbaumuseums und im Museum selbst faszinierte Klaus-Dieter Nitzsche, Vorsitzender des Museumsvereins Goldkronach, die Teilnehmer mit seinem unfassbaren Wissen zur Geschichte Goldkronachs und zur Geologie im Fichtelgebirge. 

Lesen und hören Sie hier ein exklusives Interview mit Annette Taubenreuther und Klaus-Dieter Nitzsche.

Nachdem sich die Gäste davon überzeugen konnten, wie Goldkronach seine Historie und die gegenwärtige Entwicklung nutzt, um den Ort in eine erfolgsversprechende Zukunft zu führen, folgten sie gerne der Einladung in die Schaubrennerei Rabenstein. Zum Ausklang der Tour gab es eine Schnapsverkostung mit einer zünftigen Brotzeit und viele interessante Anekdoten rund um das Thema Schnaps brennen von Brennerei-Inhaber Karl Rabenstein.

In gemütlichem Ambiente bot sich für die Teilnehmer der Tour die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Sie kamen mit Mitgliedern des Fördervereins ins Gespräch und hatten die Möglichkeit, Ideen für die Vereinsarbeit einzubringen.

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