Ochsenkopf Alpakas Bischofsgrün

Die Ochsenkopf-Alpakas - Achtung Kuschelalarm!

Mark Zimmermann

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„Wenn ich merke, dass ich etwas nervös bin oder es mir nicht gut geht, setze ich mich auf die Koppel, schaue den Tieren zu und spüre, wie die Alltagslast von mir abfällt.“ Manfred Nelkel, der mit seiner Frau Regina in Bischofsgrün Ferienwohnungen vermietet, möchte keines seiner sechs Alpakas missen.

Die Ochsenkopf-Alpakas - Achtung Kuschelalarm!

Bischofsgrün Ochsenkopf Alpakas


Ochsenkopf Alpakas

Die sanften Kuscheltiere aus den Anden machen einfach glücklich.

 

Schau mir in die Augen, Alpaka!

Ursprünglich war es die Idee seiner Tochter Kerstin gewesen, das 8000 Quadratmeter große Grundstück mitten im Naturkurpark mit den flauschig-weichen Kamelarten zu verschönern. „Zwei Mädels und vier kastrierte Jungs haben schließlich den Weg zu uns ins Fichtelgebirge gefunden. Wir haben uns zwei Jahre darauf vorbereitet. Ich habe sogar eine Sachkundeprüfung abgelegt“, sagt Kerstin, die seither eine Ausbildung für den Umgang mit den Alpakas besitzt. Die Anschaffung der Huacayas sei nicht ganz günstig gewesen. „Ein Alpaka kann ab 1000 Euro erworben werden“, sagt ihr Vater Manfred, „aber es gibt auch erlesene Hengste und Stuten, für die man bis zu 50.000 Euro bezahlen muss.“

Kein Pako kommt ungeschoren davon

Grund für die hohen Anschaffungskosten sei nicht zuletzt das „königliche Vlies“, das einmal im Jahr, etwa Mitte Mai nach den Eisheiligen, geschoren werden müsse. So verlangt es das Tierschutzgesetz. „Wir wollen es nicht Wolle nennen“, meint Manfred, „denn das Fell dieser Tiere ist hochwertiger als Kaschmir und durfte früher nur von Mitgliedern der Königsfamilie getragen werden.“ Die Tochter nickt: „Etwa 22 Kilogramm kommen jährlich runter. Unser Vlies wird in der Regel als Strickwolle und Innenfutter für Betten verwendet.“

Streicheln und Spaziergänge mit den Alpakas sind erlaubt

Die Alpakas lassen sie sich auch von Fremden ohne Hemmungen streicheln, füttern und an der Leine führen. Kinder, Schüler und Senioren sind gern gesehene Gäste.

Spaziergänge mit den Huacayas

Seit 2018 haben Cesar, Gusto, Nele, Mandelo, Mila und Emilio ein neues Zuhause. Beim Weiden auf den Wiesen und Hängen blicken die Tiere aus den südamerikanischen Anden auf den Schneeberg. „Natürlich hat es ein bisschen gedauert, bis die Tiere sich eingelebt hatten. Am Anfang habe ich die Alpakas nur beobachtet, wollte ganz behutsam Vertrauen zu ihnen aufbauen. Irgendwann stand das erste Tier dann vor mir und hat sich anfassen lassen.“ Der erste Spaziergang durch Bischofsgrün mit den Huacayas sei unglaublich aufregend gewesen, so Kerstin. „Die Tiere waren noch etwas scheu und  verwundert, als sie sich in den Schaufenstern gespiegelt sahen.“ Heute ließen sie sich auch von Fremden ohne Hemmungen streicheln, füttern und an der Leine führen. Kinder, Schüler und Senioren seien gern gesehen Gäste. Immer wieder höre man von den Besuchern, wie weich und sauber das Fell doch sei, wie glücklich die Tiere machten, wie viel Ruhe sie mit ihrem sympathischen Wesen doch ausstrahlten. „Es gibt da ein Sprichwort aus dem Stamm der Quechua“, sagt Manfred Nelkel und lächelt: „‚Schau einem Alpaka nicht zu lange in die Augen, du könntest dich sonst verlieben‘.“

 

Live aus dem Fichtelgebirge

 

 

Eine Reportage von Radio Mainwelle:
Nina und Mareike bei den Alpakas

Niemand kann diesen entzückenden Geschöpfen widerstehen.

5Fragen an die "Alapaka-Mama" Kerstin Nelkel

1.

Woher stammen die Alpakas ursprünglich?

Das Pako ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende, domestizierte Kamelform.

2.

Wie viele Alpakas besitzen Sie?

Sechs Stück, zwei Mädels, vier kastrierte Jungs: Cesar, Gusto, Nele, Mandelo, Mila und Emilio.

3.

Was kostet ein Tier?

Ein Alpaka kann ab 1000 Euro erworben werden, aber es gibt auch erlesene Hengste und Stuten, für die man bis zu 50.000 Euro bezahlen muss.

4.

Warum sind die Tiere so teuer?

Grund für die hohen Anschaffungskosten ist das „königliche Vlies“, das einmal im Jahr, etwa Mitte Mai nach den Eisheiligen, geschoren werden muss. Wolle - wertvoller als Kaschmir.

5.

Womit werden die Alpakas gefüttert?

Grundnahrung ist Heu und frisches Grün im Sommer. Einmal am Tag gibt es Mineralfutter und als Belohnung manchmal Müsli. Obst dürfen sie nicht essen.

Kerstin Nelkel-Zielke über das Wesen der Ochsenkopf-Alpakas

 

 

Es ist erstaunlich, wie viel Ruhe diese sanften Tiere ausstrahlen.

 

 

Highlights

Alpakamama Kerstin Nelkel-Zielke
Alpakamama Kerstin Nelkel-Zielke
  1. Niedlich

    Von den Alpakas wird man magisch angezogen.

  2. Nützlich

    Alpakas sind auch gute Therapie-Tiere.

  3. Kostbar

    Das Fell der Tiere ist hochwertiger als Kaschmir.

Podcast: Die Ochsenkopf-Alpakas - Achtung Kuschelalarm! Interview mit der Alpaka-Mama Kerstin Nelkel-Zielke

So finden Sie die Ochsenkopf-Alpakas

Fragen an Familie Nelkel von den Ochsenkopf-Alpakas

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Mark Zimmermann

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Mark Zimmermann ist Gründer von Bayern-online.de

Interview: Mark Zimmermann
Text: René Becher
Produktion: Annegret Bauch