Zuverlässige Hilfsmittel zur Navigation beim Wandern

Zuverlässige Hilfsmittel zur Navigation beim Wandern

Tobias Wringer

Erstellt | Geändert

Bayern ist reich an ausgezeichneten Zielen für Wanderungen – ob Touren durch die Wimbachklamm, zur Oswaldhöhle oder am Hochgrat. Wer sich vor Ort nicht auskennt, kann sich seine Outdoor-Erlebnisse mit praktischem Zubehör zum Navigieren erleichtern. Anregungen zur Ausrüstung werden in diesem Beitrag thematisiert.

Navigieren mit Smartphone

Für viele ist die Navigation beim Wandern mit dem Smartphone eine bequeme Sache. Die Mobilgeräte sind schließlich sowieso stets griffbereit. Mit Hilfe von Applikationen speziell für Wanderer wie beispielsweise Osmand lassen sich Routen einsehen, speichern und Standorte kontrollieren. Dank GPS klappt das Navigieren komfortabel. Smartphones haben aber auch zwei markante Nachteile:

  • Akkulaufzeit: Zum einen saugt die Nutzung von Apps beziehungsweise Navigationssystemen den Akku der Geräte regelrecht leer. Wer nicht sparsam mit der Energie umgeht, muss während der Wanderung schon bald ohne Navigationshilfe auskommen.
  • Mangelnde Strapazierfähigkeit: Zum anderen reagieren viele Smartphones empfindlich auf Schmutz, was in der rauen Natur ungünstig ist. Schnell sind die teils hochpreisigen Geräte beschädigt, wenn sie beispielsweise auf den harten Wanderweg fallen.

Insbesondere für längere Touren und diejenigen, die regelmäßig Wanderungen unternehmen, kann sich deshalb die Anschaffung eines GPS-Geräts lohnen. Falls nicht, macht es Sinn das Smartphone unterwegs mit einer Hülle vor Kratzern und Co. zu schützen.

GPS-Geräte zum Wandern

Die Akkus handlicher GPS-Geräte für Wanderer sind für den Dauereinsatz konzipiert und halten entsprechend lang durch. Angst vor dem Totalausfall der Navigationsgeräte ist somit in den meisten Fällen unbegründet. Darüber hinaus begeistern GPS-Geräte mit maximaler Robustheit. Viele Modelle sind wasser- und schlagfest und damit perfekt für ambitionierte Wanderer. Die Geräte sind in etwa so groß wie Mobiltelefone und erleichtern das Erreichen der Wanderziele mit detailliertem Kartenmaterial. Sie bestimmten permanent den eigenen Standort und tracken die bereits zurückgelegte Strecke.

Interessenten sollten beim Kauf auf ein farbiges Display mit Blendschutz achten, das auch bei starker Sonneneinstrahlung das spielende Ablesen der Informationen erlaubt. Viele GPS-Geräte eignen sich inzwischen für das sogenannte Geocaching – eine Art Schnitzeljagd nach Verstecken anhand geographischer Koordinaten. Aus dem GPS-Gerätevergleich der VGL Verlagsgesellschaft aus Berlin ging zum Beispiel das Garmin eTrex Touch 35 als Vergleichssieger hervor. Das Modell bietet neben einem großen internen Speicher, Höhenmesser und elektronischem Kompass das papierlose Geocaching. Insgesamt wurden im Produktvergleich GPS-Geräte mit möglichst umfangreichem Kartenmaterial arrangiert. Auf dem genannten Garmin können bis zu 200 Geocaches beziehungsweise Routen gleichzeitig gespeichert werden. Pro Route lassen sich 4.000 Wegpunkte sichern.

GPS-Uhren – praktisch, aber teuer

Eine weitere Option bieten Outdoor-Uhren mit GPS. Sie lassen sich am Handgelenk tragen und bieten damit viel Komfort. Ein Nachteil ist hierbei, dass viele GPS-Uhren führender Marken im Vergleich zu GPS-Geräten deutlich teurer sind. Es gibt zwar auch hier Produkte über 400 Euro, jedoch hervorragende Angebote für unter 150 oder gar 100 Euro. Allerdings bekommen Käufer der Top-Uhren für ihr Geld viele spannende Extras wie beispielsweise Herzfrequenzmessung, kontaktlose Bezahlung und Streaming-Optionen zum Musikhören.

Ob derartige Funktionen beim Wandern nötig sind, muss jeder für sich entscheiden. Fest steht, dass es für jeden Bedarf und Anspruch technische Hilfsmittel gibt, um die Navigation unterwegs zu vereinfachen und sich jederzeit zurechtzufinden.

Tipps: Das Reportmagazin Geo hat online sechs ausgewählte Wanderwege in Bayern vorgestellt, welche eindrucksvolle Panoramen und außergewöhnliche Höhepunkte umfassen. Empfehlungen für passende Unterkünfte finden Sie über unsere regionale Suche.

Wandern mit Kompass und Karte

Wanderer, die sich in der analogen Welt wohler fühlen, sind mit einem klassischen Kompass und einer Wanderkarte womöglich besser beraten. Diese Lösung erfordert aber einen guten Orientierungssinn und Übung. Wer sich zuvor noch nie damit beschäftigt hat, sollte sich nicht allein darauf verlassen. Im Ratgeber zum Wandern mit Karte und Kompass von SWR 1 wird ein Lineal-Kompass empfohlen, weil er besonders einfach zu handhaben ist. Die Redaktion erläutert außerdem, wie die Wanderkarte richtig ausgerichtet wird.

Grundsätzlich gilt es zu bedenken: Wer mit Kompass und Karten klarkommt, schützt sich selbst vor der Abhängigkeit von elektronischen Gerätschaften und der potenziellen Orientierungslosigkeit, die mit dem Verlust derer Funktionstüchtigkeit einhergeht. Ist das analoge Set als Absicherung stets im Rucksack, kann auch im Notfall navigiert werden.

 

Tobias Wringer

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