Zeckensaison, Pollenflug & Sonnenbrand: Mit Bedacht durch den Frühling

Zeckensaison, Pollenflug und Sonnenbrand: Mit Bedacht durch den Frühling

Tobias Wringer

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Die Tage werden länger, Bäume tragen wieder grün und die Tierwelt erwacht allmählich aus dem Winterschlaf — endlich: Der Frühling ist da! Eine Zeit, die oft mit vielen Glücksgefühlen verbunden ist, birgt jedoch in mancher Hinsicht auch einige Ärgernisse, die nicht einfach ignoriert werden sollten. So beginnen mit dem Frühling sowohl Pollenflug als auch Zeckensaison und die vermeintlich schwache Sonne lässt sich öfter wieder blicken. Achtung, Sonnenbrand-Gefahr! Lesen Sie hier, wie Sie problemlos durch den Frühling kommen.

Frühjahrssonne — mit Sehnsucht erwartet, aber doch tückisch

Natürlich soll niemandem die Freude an den warmen Sonnenstrahlen auf der Haut verwehrt bleiben — doch gibt es ein paar Aspekte, die Sie beim Sonnenbad oder anderen (sportlichen) Aktivitäten im Freien nicht außer Acht lassen sollten. Entgegen der weitläufigen Meinung, dass die Sonne zu Beginn des Jahres noch keine Kraft hat, ist das Risiko für einen Sonnenbrand gerade im Frühling besonders hoch. Der Grund: Unsere Haut ist über den Winter erblasst und weist deutlich weniger Pigmente auf, wodurch ihr Selbstschutz mitunter stark reduziert ist. Um sich also nicht unnötig der Gefahr der Sonne auszusetzen und etwa die Wahrscheinlichkeit für schwarzen Hautkrebs zu erhöhen, ist es zum Beispiel auch bei Wanderungen ratsam, bereits ab Ende März regelmäßig Sonnencreme mit entsprechend hohem Lichtschutzfaktor zu benutzen. Noch besser ist es, sich von vornherein nicht übermäßig lange in der Sonneaufzuhalten.

Mit den steigenden Sonnenstunden klettern auch die Temperaturen zunehmend in die Höhe, wodurch manche Menschen mit vermehrtem Schwitzen zu kämpfen haben. Vor allem bei undurchsichtigen Wetterlagen und einem ständigen Wechsel zwischen Sonne und Wolken, kann es schnell vorkommen, zu warm angezogen zu sein. Sollten Sie an einer starken Schweißproduktion leiden, gibt es eine Reihe verschiedener (pflanzlicher) Produkte und Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie Ihre Schwitzprobleme in den Griff bekommen können.

Zeckensaison ab Frühjahr: Die Wärme weckt die kleinen Krabbler

Grundsätzlich gilt: Zecken sind mitunter das ganze Jahr über aktiv. Sogar in einem sehr milden Winter ist es möglich, von den kleinen Tierchen gebissen zu werden. Dennoch ist die Zeit, in der die Spinnentiere am aktivsten sind, das Frühjahr und der Sommer. Hier sollten Sie demnach besonders wachsam sein. Schließlich übertragen Zecken unter Umständen verschiedene Infektionskrankheiten, wie Lyme-Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die gefährlich sein können.

Spätestens wenn kein Schnee mehr liegt und die Temperaturen ansteigen, kommen viele der Zecken aus ihren Überwinterungsverstecken (zum Beispiel unter der Schneedecke im feuchten, laubbedeckten Boden). Selbst kurzfristige Kälte- oder Feuchtigkeitseinbrüche im Frühjahr können ihnen in der Zeit nichts anhaben. Sie kriechen dann beispielsweise zurück in das sogenannte Laubstreu (Ansammlungen von Laub auf der Bodenoberfläche) und verlassen es, sobald es trocken oder wärmer wird. Gerade in der Wachstumszeit der Vegetation — wenn Gräser und Stauden wieder gedeihen und schnell an Höhe gewinnen — ist Zeckensaison und die Tierchen setzen sich an die Spitzen der Pflanzen (oftmals am Wegesrand) und warten auf vorbeikommende Wirte.

Um sich effektiv gegen Zeckenbisse zu schützen, eignet sich das Vermeiden von hohem Gras oder Unterholz, das Tragen von langer und geschlossener Kleidung (beispielsweise hilft es die Hose in die Socken zu stecken) sowie etwa insektenabweisende Mittel. Letztere sind jedoch nur kurz nach dem Auftragen wirksam und sollten daher öfter erneuert werden. Nach dem Spaziergang sollten Sie sich unbedingt auf Zecken absuchen, um sie rechtzeitig zu entdecken und zu entfernen.

Warmes Wetter im Frühjahr sorgt für Pollenflug

Für Menschen, die an einer Pollenallergie leiden, ist es wichtig zu wissen, wann im Jahr mit welchem Pollenflug zu rechnen ist. Vor allem das Wiederaufleben der Natur im Frühjahr und die damit einhergehende Blütezeit der meisten Pflanzen, stellt für die Betroffenen den Startschuss der Pollenzeit dar. Dies bedeutet auch gleichzeitig das Wappnen für aufkommende Symptome, wie Schnupfen oder tränende Augen. Grundsätzlich hängt der Pollenflug von den aktuellen Temperatur- und Wetterbedingungen ab, er kann daher also von Region zu Region sehr unterschiedlich ausfallen. Allgemein gesprochen ist das wärmer werdende Wetter aber für eine steigende Pollenbelastung verantwortlich — allerdings gibt es auch Baumarten (zum Beispiel Erle oder Hasel), die bereits ab Ende Januar blühen. Von März bis Mai ist mit Pollenflug von Esche, Birke oder Eiche zu rechnen. Typisch für den Frühsommer (Mai bis Juli) sind blühende Gräser, Getreide oder Bäume wie Akazien und Kiefer, während zwischen Juli und September dann Kräuter (Beifuß, Ambrosia, Spitzwegerich und Nessel) ihre Blütezeit haben.

Um die Beschwerden einer Pollenallergie zu lindern, hilft zum Beispiel die Vermeidung der Allergene. Dies kann etwa durch nur kurzes Stoßlüften, Pollenfilter im Auto, Haarewaschen vor dem Schlafengehen, Trocknen von Wäsche in Innenräumen anstatt im Freien oder einen grundsätzlichen Verzicht von Outdoor-Aktivitäten (bei besonders hoher Pollenkonzentration) erreicht werden. Zur medikamentösen Behandlung der Beschwerden gibt es unter anderem Augentropfen, Nasensprays sowie verschiedene Präparate, etwa mit Antihistaminika oder Leukotrienantagonisten (LTRA). Eine Therapie mit Medikamenten sollte jedoch in jedem Fall mit einem Allgemein- oder Hautarzt abgesprochen sein.

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