Was Indien mit Ihrer Immobilienplanung zu tun hat — ein kleiner Hausbauratgeber - kleine Ziegel auf einem Bauplan mit Zollstock

Was Indien mit Ihrer Immobilienplanung zu tun hat — ein kleiner Hausbauratgeber

Tobias Wringer

Erstellt | Geändert

Wenn Sie kürzlich ein Grundstück erworben haben oder eine sonstige bebaubare Freifläche zur Verfügung haben, stehen wichtige Entscheidungen an. In erster Linie sollten Sie sich einige grundlegende Fragen stellen, deren Beantwortung Ihnen weitere Optionen auffächern. Dass dabei auch Indien eine Rolle spielen kann, wird Sie womöglich verwundern, doch der Reihe nach. Dieser Beitrag soll Ihnen dabei helfen, Ihre Immobilienplanung in die rechten Bahnen zu lenken, legen wir also los.

Bengalische Häuser

Die eingangs erwähnten Fragens, die Sie sich stellen sollten, sind die folgenden zwei: wofür? Und: Wie lange? Wem das zu kurz war, dem wollen wir nun etwas genauere Erläuterungen geben. Wofür, das ist die Frage nach dem Zweck Ihres neuen Gebäudes. Wir gehen hier davon aus, dass Sie Ihre Immobilie privat nutzen möchten, doch selbst mit dieser Einschränkung stehen noch viele Optionen offen. Möchten Sie ein Wochenend-Domizil errichten, bieten sich vielleicht Bungalows mit verschiedenem Grundriss an. Hier kommt jetzt Indien ins Spiel, denn die Etymologie des Wortes Bungalow verfolgt den Begriff bis in die nordindischen Sprachen. Wir können den Ursprung kurzum mit „bengalisch“ übersetzen, denn es sind Häuser nach bengalischer Art gemeint. Die Kolonisten aus Großbritannien haben im 18. Jahrhundert in der Region Bengalen in Südasien die Hütten der Einwohner zum Vorbild für eigene Häuser genommen. Herausgekommen sind schließlich die inzwischen weltweit beliebten Bungalows, meist eingeschossig und teils mit einer breiten Veranda versehen. Bungalows bieten Ihnen viel Gestaltungsraum im Inneren, denn tragende Innenwände existieren für gewöhnlich nicht. Ein weiterer Vorteil von Bungalows ist ihre Individualisierbarkeit beim Grundriss, zum Beispiel in Winkelform. Ebenso die Wahl des Daches ist vielseitig, vom Flachdach, über ein Pult- oder Satteldach, bis zum Walmdach. Da der Bungalow klassischerweise nur ein Erdgeschoss besitzt, ist dies zudem auch eine altersgerechte Form des Wohnens, denn Treppen sind nicht nötig. Neben dem „Wofür?“ spielt bei der Immobilienplanung auch das „Wie lange?“ eine Rolle, worauf wir abschließend zu sprechen kommen.

Fertigbau, Massivhaus und Co.

„Wie lange?“, diese Frage soll zweierlei für Sie deutlich machen. Zum einen betrifft es die Bauzeit, zum anderen die Nutzungsdauer. Beschäftigen wir uns zunächst mit der Bauzeit. In der Regel haben Sie bei Wohnimmobilien drei Bauvarianten zur Auswahl: das Massivhaus, den effizienten Fertigbau und das Fertighaus in Massivbauweise. Alle drei sind mit Vor- und Nachteilen behaftet, doch wenn aus jedweden Gründen eine möglichst kurze Bauzeit eingeplant werden soll, kommen für gewöhnlich nur die Fertigbauoptionen infrage. Hierbei werden größere Einzelelemente in einer Fabrik vorab bereits angefertigt, dann auf die Baustelle geliefert und in kurzer Zeit — oft innerhalb weniger Tage — nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt. Meist steht dem jedoch eine geringere Individualisierbarkeit entgegen, doch dafür sind die Planungskosten geringer als beim aufwändigeren Massivbau. Letzterer ist die dominante Bauform in Deutschland, denn er bietet einige entscheidende Vorteile. Damit kommen wir gleich zum letzten Aspekt der „Wie lange?“-Frage, den Sie für sich vorab beantworten sollten. Wie lange planen Sie, die Immobilie zu nutzen, beziehungsweise wie intensiv? Wenn Sie die neuen Räumlichkeiten nur an den Wochenenden betreten, ist einem Bungalow in Fertigbauweise mit seiner tendenziell geringeren Langlebigkeit nichts entgegenzusetzen. Doch wenn Sie täglich darin wohnen möchten oder gar weiter planen und die Immobilie später einmal in gutem Zustand gewinnbringend abstoßen möchten, spricht viel für einen Massivbau, auch wenn dies höhere Investitionskosten zur Folge hat. Sie sehen also: Wenn Sie sich die richtigen Fragen vorab stellen, ist die Planung einer neuen Immobilie nicht mehr so unübersichtlich. Dieser kleine Ratgeber gab Ihnen hoffentlich die richtigen Impulse.

Tobias Wringer

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