Wärmepumpen: Nachhaltige Technik sorgt für angenehmes Klima - Wärmepumpe

Wärmepumpen: Nachhaltige Technik sorgt für angenehmes Klima

Tobias Wringer

Erstellt | Geändert

Praktisch jeder von uns hat eine Wärmepumpe im Haus. Sie fragen sich “wo”? Natürlich im Kühlschrank! Dort pumpt das Gerät Wärme aus dem Inneren nach draußen und kühlt so den Innenraum. Da es nur Wärmeenergie gibt und keine Kälteenergie, kann nur Wärme technisch transportiert werden. Die Richtung ist hierbei entscheidend und erlaubt für Wärmepumpen diverse Anwendungsmöglichkeiten, von der Heizung für energieeffiziente Häuser über die Klimaanlage bis hin zur nachhaltigen Poolheizung. Wir erklären, wie diese Anlagen funktionieren und wo man sie verwendet.

So funktioniert eine Wärmepumpe

Der Transport der Wärme läuft über ein Kältemedium, eine Flüssigkeit mit niedriger Verdampfungstemperatur und hoher Wärmekapazität. Diese nimmt die Wärme aus der Umgebung auf und verdampft dabei. Ein Kompressor erhöht den Druck und damit auch die Temperatur des Dampfes. Dann wird dieser weitertransportiert und gibt bei der Kondensation – die Rückumwandlung in eine Flüssigkeit – die gespeicherte Energie wieder ab. Anschließend wird der Druck weiter gesenkt, die Flüssigkeit kühlt ab und schließt dann den Kreislauf.
Auf diese Weise kann Wärme entgegen eines natürlichen Gradienten bewegt werden. Das heißt: Auch wenn die Umgebungstemperatur relativ niedrig ist, kann man noch genug Energie gewinnen, um z. B. das Innere eines Hauses zu erwärmen.

Poolheizungen

Das Positive beim Einsatz als Heizung: Die Wärmepumpe benötigt für den Betrieb nur Strom und entzieht die Wärmeenergie nachhaltig der Umgebung. So spart man Heizöl und andere Brennmaterialien ein – ideal für die Umwelt. Beim Einsatz im Pool bedeutet das, dass man den Badespaß noch ein paar Wochen verlängern kann: Auch wenn das Wetter eigentlich keine “Badetemperaturen” mehr bietet, ist das Wasser angenehm warm. Eine moderne Pool Wärmepumpe bietet dabei einen sehr hohen Wirkungsgrad und kann die Wassertemperatur zuverlässig konstant halten. Besonders nachhaltig wird eine solche Anlage bei Verwendung selbst erzeugten Stroms aus einer Photovoltaik-Anlage. Machen Sie sich mit dem Bedarf des verwendeten Gerätes vertraut: Eventuell genügt eine mobile Solaranlage, um ihren Pool in Herbst oder Frühjahr zu beheizen.
Übrigens muss das natürlich nicht nur für Außenpools gelten: Auch für Schwimmbecken im Inneren kann auf diesem Weg Wärme gewonnen werden. Und längst nicht nur private Anwender profitieren von dieser Technologie. Das Naturbad Hindelang stellt seinen Besuchern damit ebenfalls angenehm warmes Badewasser bereit.

Wärmepumpen als Heizanlage fürs Haus

Im Prinzip funktioniert hier alles so ähnlich wie beim Pool. Allerdings unterscheidet man drei Bauformen, je nachdem, welchem Quellmedium die Wärme entzogen wird. So kann man über Außenaggregate Luft ansaugen und deren Wärme nutzen. Dies ist technologisch am wenigsten aufwändig, bietet aber auch einen etwas geringeren Wirkungsgrad. Bohrt man dagegen in den Untergrund und nutzt den Boden oder sogar das Grundwasser als Quelle, kann man oftmals deutlich mehr Leistung erwarten. Noch besser: Im Sommer können solche Anlagen auch im umgekehrten Betrieb laufen und dann helfen, die Wohnung zu kühlen.
Nicht immer können Wärmepumpen sämtliche Heizleistung bereitstellen. Für Niedrigenergie- oder sogar Passivhäuser können sie als alleinige Heizung dienen. Um ansonsten im Winter den Wärmebedarf konstant zu decken, kommen Hybridsysteme zum Einsatz, die automatisch z. B. eine Biomasse- oder Gastherme aktivieren, um die nötige Energie zuzuschießen.

Tobias Wringer

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