Immobilienpreisentwicklung in Bayern

Immobilienpreisentwicklung in Bayern

Tobias Wringer

Erstellt | Geändert

Wer sich den Traum vom Eigenheim noch nicht erfüllt hat, dürfte momentan mit besorgniserregendem Blick auf die Immobilienpreisentwicklung schauen. In vielen Regionen Deutschlands sind die Preise für Immobilien trotz Corona-Krise gestiegen. Höchste Zeit, einen detaillierten Blick auf den bayerischen Immobilienmarkt zu werfen.

 

Ob traditionell gebraute Bierspezialitäten, kulinarische Besonderheiten, idyllische Nationalparks oder die Alpen – der Freistaat Bayern ist bei vielen Touristen beliebt. Dafür sorgen auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie Schloss Neuschwanstein. Aktivurlaub, Wellness, Städtetrip – im flächenmäßig größten Bundesland lässt sich eine abwechslungsreiche Zeit verbringen. Das gilt übrigens nicht nur für eine Reise in den Freistaat, sondern auch für alle, die hier heimisch sind. Da verwundert es nicht, dass Bayern auf dem Immobilienmarkt zu den begehrtesten Regionen gehört. Zum Leidwesen zukünftiger Eigenheimbesitzer wirkt sich das auch auf die Entwicklung der Immobilienpreise aus. Zwar sind die Preise für Wohnungen und Häuser von 2004 bis 2021 in ganz Deutschland gestiegen, in Bayern allerdings stärker als in anderen Regionen.

Möchte man heutzutage ein Architektenhaus in Bayern bauen​​​​​​​, sollte man sich vorab über die Preise vor Ort informieren. Zwar ist das Wohnen im Süden Deutschlands besonders kostenintensiv, doch je nach Ort kann es große Unterschiede geben.

Starke Wirtschaftskraft lässt Immobilienpreise steigen

In puncto Wirtschaft und Arbeitsplatzangebot gilt Bayern als Spitzenreiter. Die starke Wirtschaftskraft spiegelt sich ebenso in den Immobilienpreisen wider wie das hohe Beschäftigungs- und Einkommensniveau. Experten gehen davon aus, dass Bayern seine Vorreiterstellung auch in den kommenden Jahren nicht verlieren wird.

Neu gebaute Wohnungen sind in den beliebten bayerischen Oberzentren durchschnittlich ein Viertel teurer als Eigentumswohnungen in vergleichbaren deutschen Städten anderer Bundesländer. Dabei gilt München nach wie vor als teures Pflaster. Laut Portal Immowelt liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Häuser hier bei über 9.000 Euro. Im Landkreis München ist es zwar etwas günstiger (8.220 Euro/Quadratmeter), dennoch halten sich auch hier die Immobilienpreise auf einem hohen Niveau. Ist man regional nicht eindeutig festgelegt, macht es also durchaus Sinn, die Quadratmeterpreise einzelner Regionen zu vergleichen. Nachfolgende Auflistung kann dabei eine hilfreiche Orientierung bieten. Die Preise beziehen sich auf durchschnittliche Häuserpreise pro Quadratmeter:

  • Nürnberg: 4.552 Euro/Quadratmeter
  • Landkreis Nürnberger Land: 3.108 Euro/Quadratmeter
  • Augsburg: 4.597 Euro/Quadratmeter
  • Landkreis Augsburg: 3.691 Euro/Quadratmeter
  • Landkreis Rosenheim: 4.962 Euro/Quadratmeter
  • Landkreis Passau: 2.004 Euro/Quadratmeter
  • Landkreis Regensburg: 3.048 Euro/Quadratmeter
  • Landkreis Würzburg: 2.555 Euro/Quadratmeter
  • Landkreis Oberallgäu: 3.787 Euro/Quadratmeter

Die günstigsten Regierungsbezirke sind Oberfranken (1.802 Euro/Quadratmeter) und Unterfranken (2.211 Euro/Quadratmeter), Oberpfalz (2.287 Euro/Quadratmeter) und Niederbayern (2.360 Euro/Quadratmeter).

Mit diesen Kosten müssen Hausbauer rechnen

Bevor mit dem Bau einer Immobilie begonnen werden kann, muss man sich um ein Grundstück bemühen. In Bayern setzt sich der Grundstückspreis aus dem Bodenrichtwert und aus dem Preis von Vergleichsobjekten in der näheren Umgebung zusammen. Zur Bestimmung des Bodenrichtwerts der jeweiligen Region wird ein unabhängiger Gutachterausschuss zurate gezogen. Alle zwei Jahre werden die Bodenrichtwerte neu ermittelt. Der Bodenrichtwert soll zukünftigen Hausbesitzern eine Orientierung beim Grundstückskauf bieten und stellt eine Empfehlung der Gutachter dar.

 

Zu den Grundstückskosten kommen noch weitere Kosten hinzu, wie Steuern, Kosten für den Notar oder einen externen Gutachter. Auch die Erschließung eines neuen Grundstücks geht mit Kosten einher. Dies verteuert den Grundstückspreis in Bayern nochmal um etwa 10 %.

Tobias Wringer

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