Flug für den Urlaub in Bayern gestrichen

Flug für den Urlaub in Bayern gestrichen – Fluggäste sollten Ihre Rechte auf Entschädigung kennen!

Tobias Wringer

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Wenn es um den Urlaub in Deutschland geht, dann ist Bayern wohl DAS Bundesland. So bietet Bayern alle Facetten, die sich Urlauber aller Altersklassen wünschen. Ob kulturell angehauchte Städtetrips, malerische Wander- und Fahrradrouten in den Bergen und deren Umland oder ein entspannter Badetag an einem der zahlreichen Badeseen. Dabei kann sich der Urlauber alle Möglichkeiten offenhalten. So erhält man beispielsweise über einen Flug zum Albrecht-Dürer-Airport in Nürnberg oder den Franz-Josef-Strauß-Flughafen in München Zugang zum bunten Potpourri an Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für Jung und Alt. 
Bayern ist beliebter denn je, das zeigen auch die Zahlen: So stiegen die Übernachtungen im Jahr 2019 auf einen Rekordwert.


Doch was ist, wenn die Urlaubsidylle von einem Flugausfall, -umbuchung oder dessen Annullierung gestört wird. Im schlimmsten Fall wird gar der Anschlussflug verpasst und man sitzt am Zubringerflughafen fest. Solche Szenarien sind bei Urlaubern wie auch Geschäftsreisenden leider immer wieder der Fall. Noch ärgerlicher, wenn dann auch noch die Airline auf stur schaltet, wenn es darum geht, dass Fluggäste, nachdem ihr Flug gestrichen wurde, ihre Rechte durchsetzen wollen. 


Genau diesen Missstand machten sich die Gründer von Flightright zum Anlass und gründeten ihre Online-Plattform für Rechtsdienstleistungen zum Durchsetzen der laut EU-Fluggastrechteverordnung geltenden Rechtsansprüche der Passagiere gegenüber den Airlines.

Wie hoch kann eine Entschädigung sein?


Die Höhe der pauschalen Entschädigungszahlung ist nach der Fluggastrechte-Verordnung EU-261/2004 der Europäischen Union geregelt. Diese findet beispielsweise Anwendung, wenn Reisende von einer Annullierung oder Vorverlegung ihres Fluges betroffen sind. 
Die Airlines sind hier allerdings nur verpflichtet, eine pauschale Ausgleichszahlung zu tätigen - sonstige entstandene Kosten in Verbindung mit dem Flug kann sich der Passagier dagegen nicht erstatten lassen.


Wird der Passagier von der Fluggesellschaft weniger als 14 Tage vor Flugdatum darüber informiert, dass sein Flug ausfällt oder verlegt wird, dann hat er laut EU-Fluggastrechte-Verordnung in den meisten Fällen Anspruch auf eine Entschädigung. 

Wichtig ist allerdings bei allen Entschädigungsansprüchen, dass der Flug von einem Flughafen innerhalb der EU startet bzw. landet und die Fluggesellschaft selbst dafür verantwortlich ist. 



Die jeweilige Höhe der Entschädigung, wenn der Flug storniert oder umgebucht wurde, richtet sich nach dessen Flugstrecke. Diese sind wie folgt gestaffelt:

  • Bei Kurzstrecke bis zu 1.500 Flugkilometern: 250 € 
  • Bei Mittelstrecke bis zu 3.500 Flugkilometern: 400 €
  • Bei Langstrecke von über 3.500 Flugkilometern: 600 €



Für einen Flugausfall für einen Inlandsflug nach Bayern (Beispielflug: Berlin nach München) hätten Passagieren demnach einen Anspruch auf maximal 250 € Entschädigung. 

Ab wann bekomme ich eine Entschädigung?


Entschädigungen für einen ausgefallenen Flug können Flugpassagiere in Deutschland übrigens bis zu drei Jahre rückwirkend geltend machen. Ein Recht auf Entschädigung erlischt allerdings, wenn der Flug aufgrund von außergewöhnlichen Umständen gestrichen wird. Dazu zählen beispielsweise Streiks des Flughafenpersonals, Vogelschlag, Sturm, Schneefall, Unwetter sowie Sperrungen des Luftraums. Auch die mögliche Gefahr eines Terroranschlages oder einer Pandemie zählen zu den außergewöhnlichen Umständen. 
Ab wann nun genau Flugpassagiere für einen Flugausfall eine Entschädigung geltend machen können, hängt vom genauen Benachrichtigungszeitpunkt und den Abflug- und Landezeiten des Alternativfluges ab.


Grundsätzlich gilt die Grenze von 14 Tage: Wird der Passagier weniger als 14 Tage vor Abflug über die Flugannullierung informiert, hat er grundsätzlich Anspruch auf eine Entschädigung, außer…:

  • …Benachrichtigung erfolgt 7 bis 14 Tage vorher: Alternativflug fliegt max. zwei Stunden früher ab und kommt max. vier Stunden später an 
  • …Benachrichtigung erfolgt weniger als 7 Tage vorher: Alternativflug fliegt max. eine Stunde früher ab und kommt max. zwei Stunden später an. 



In den oben genannten Fällen, wenn Abflugs- und Ankunftszeiten des Alternativfluges sich nur um wenige Stunden zum ursprünglichen Flug unterscheiden, hat der Passagier keinen Anspruch auf eine Entschädigung.

Tobias Wringer

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