E-Zigaretten und Shishas im Aufwind

Tobias Wringer

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Im Vergleich zur restlichen Bundesrepublik verfügt Bayern mit einer Quote von 20,5 Prozent der Bevölkerung über den niedrigsten Raucheranteil. Wenngleich dies an sich ein Anlass zur Freude ist und der Anteil der Raucher in Bayern rückläufig ist, kann man in der jüngeren Vergangenheit durch die Pandemie aber auch beobachten, dass Personen, die bereits rauchen, seitdem häufiger zum Glimmstängel greifen. Viele Menschen sind sich zwar der schädlichen Folgen von Nikotin und anderer Inhaltsstoffe in herkömmlichen Zigaretten sehr wohl bewusst, schaffen es allerdings dennoch nicht, die wesentlichen Schritte zu setzen, um die Rauchentwöhnung tatsächlich durchzuführen. Ein Trend, der jedoch festzustellen ist, ist jener, dass immer mehr Menschen anstatt zu klassischen Nikotin Produkten zur E-Zigarette oder seltener auch zur E-Shisha greifen.  

Sind E-Zigaretten erlaubt?   
Auch wenn E-Zigaretten lange Zeit noch ein Schattendasein geführt haben und die „Dampfer“ im Raucherhof manchmal noch argwöhnisch angeschaut wurden, ist die E-Zigarette mittlerweile längst in allen Kreisen etabliert. Da die schädliche Wirkung von herkömmlichen Tabakprodukten wesentlich größer ist als bei E-Zigaretten und E-Shishas, sind Letztere selbstverständlich auch zur Konsumation erlaubt. Zwar gibt es auch bei diesen Produkten ohne Nikotin seit 2016 ein Verbreitungsverbot für unter 18-Jährige, jedoch wurde dieses nur ins Leben gerufen, um den Verkauf zu reglementieren, nicht jedoch aufgrund der umstrittenen Schädlichkeit. Bei den Konsumentengruppen, die die E-Zigaretten frei erwerben können, erfreuen sie sich allerdings immer größerer Nachfrage. Dies gilt sowohl für die klassischen E-Zigaretten als auch für E-Shishas, wie sie nicht nur in Shisha-Lokalen, sondern auch in der Heimanwendung immer öfter genutzt werden. 

Der richtige Weg zur Rauchentwöhnung   
Nur wenige Raucher bzw. Dampfer haben nie eine herkömmliche Zigarette geraucht und sind gleich aufs Dampfen gekommen. Aufgrund des variierbaren Nikotingehalts ist die E-Zigarette auch nicht unbedingt als Einsteigerprodukt zu empfehlen – aber eben eine gute Alternative zu Büchern oder anderen Methoden der Rauchentwöhnung, die nur bestimmten Menschen helfen. So haben viele ihr wahres Potenzial erkannt, nämlich, wenn es darum geht, vom Rauchen loszukommen und dabei die weniger schädliche Variante des Dampfens zu wählen. Denn im Unterschied zu herkömmlichen Tabakprodukten, in denen bis zu 200 verschiedene Stoffe verarbeitet sind, von denen einige als krebserregend eingestuft werden, findet sich in E-Produkten als Hauptbestandteil ein Vernebelungs-Mittel, etwa Propylenglykol oder Glycerin sowie Wasser, Ethanol, Nikotin und dazu verschiedene Aromastoffe wie sie auch in der Lebensmittelindustrie seit Jahrzehnten zum Einsatz kommen. 
Viele Menschen, die sich das Rauchen abgewöhnen möchten, gehen so vor, dass sie die Dampfzigarette anfangs zusätzlich nutzen, aber die Tabakprodukte nicht von einem Tag auf den anderen absetzen. So können die Gewohnheit und die Haptik erst einmal beibehalten werden. Nach und findet dann auch die Geldbörse Freude daran, wenn die Tabakzigaretten immer seltener geraucht werden und an ihre Stelle die günstigere E-Zigarette tritt. Geeignete Liquids gibt es beispielsweise in einem E-Zigaretten Shop online oder auch in vielen Städten vor Ort in einer großen Auswahl an unterschiedlichen Aromen. So fällt es leicht, sich seine eigene Mischung passend zum eigenen Geschmack, sei es süß oder herb, zusammen zu stellen. 

Nikotinmenge selbst regulieren 
Ein weiterer Vorteil bei E-Zigarette und Shishas besteht darin, dass die enthaltene Menge an Nikotin selbst gewählt werden kann. Während bei herkömmlichen Zigaretten diese Möglichkeit nicht besteht, sondern diese bereits vorgefertigt sind, können Dampfer somit selbst entscheiden, wie viel Nikotin sie zu sich nehmen möchten. Gerade bei der Rauchentwöhnung spielt dies eine große Rolle. So wird anfangs oft mit einer höheren Dosierung gearbeitet, die sich an der von Tabakzigaretten orientiert, während dieser Anteil dann nach und nach etwas nach unten geschraubt werden kann. Auf diese Weise bekommt das Gehirn auch nach wie vor die Signale des Stoffs, um die Entwöhnung möglichst angenehm zu gestalten und die Entzugserscheinungen auf einem Minimum zu halten. Nach und nach stellt sich dann oft ein Gefühl ein, gesünder zu leben und dabei sogar noch Geld zu sparen, was nur wenige wieder voll zum Tabak zurückkehren lässt.  

Tobias Wringer

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