Das Pfeiferauchen: ein Ritual für Genießer

Das Pfeiferauchen: ein Ritual für Genießer

Tobias Wringer

Erstellt | Geändert

Tabakpfeifen sind uralte Rauchutensilien und eine faszinierende Welt für sich. Der Mensch benutzt Tabakpfeifen praktisch schon seit den Anfängen des Tabakrauchens. Bis heute ist die Pfeife in indigenen Kulturen vor allem in Nord- und Südamerika kaum wegzudenken. Auch in der westlichen Welt gibt es immer noch Anhänger des Tabakrauchens mittels Pfeife, die das Rauchen als Ritual zelebrieren.

Das Pfeiferauchen: ein Ritual für Genießer

Das Pfeiferauchen ist mehr ein Ritual für Genießer als eine schlechte Angewohnheit wie das Rauchen von Zigaretten. Zumindest werden das die Anhänger der Tabakpfeife so sehen. Es sind einige Handgriffe und Hilfsmittel vonnöten, um eine solche Pfeife erst einmal in Gang zu bringen und genussvoll zu schmauchen. Eine hochwertige Pfeife will zudem gereinigt und gepflegt sein, damit ihr Besitzer lange Freude daran hat. Pfeifen können durchaus teuer sein. Die Herstellung von Pfeifen ist ein eigener Handwerksberuf. Es gibt Luxuspfeifen wie die Vauen de Luxe, die Savinelli Cherry Pfeife oder die Rattray Beltanes die von Hand aus Meerschaum und anderen edlen Materialien gefertigt werden. Solche Pfeifen, die dazugehörigen Utensilien und erlesenen Tabaksorten erhält der geneigte Kunde auch nur im Fachhandel. Pfeifen von Pfeifen Huber aus München beispielsweise entsprechen den gehobenen Kriterien anspruchsvoller Pfeifenraucher und Gentlemen.

Pfeifen zum Rauchen gab es sehr früh

Pfeifen zum Rauchen gab es schon sehr früh und weit bevor der Tabak in Europa bekannt wurde. Aus Niederbayern beispielsweise sind Funde von Pfeifen aus der mittleren Bronzezeit zwischen 1600 und 1300 vor Christus bekannt. Tabak kannte man in dieser Gegend und zu dieser Zeit freilich noch nicht. Denn der Tabak kam erst mit der Entdeckung der Neuen Welt nach Europa. Aller Vermutung nach wurden damals Kräuter, Hanf oder auch getrocknete Früchte geraucht. Frühzeitliche Pfeifen wurden aus Holz, Horn, Stein oder aus Keramik gefertigt. Im Orient wurde Opium aus Pfeifen geraucht. Die frühesten, tatsächlichen Tabakpfeifen datieren ins 15. Jahrhundert vor Christus und stammen von der in der Amazonas-Mündung gelegenen Insel Marajó. Die ersten europäischen Tabakpfeifen hingegen sind rund 3000 Jahre jünger. Sie wurden im 16. Jahrhundert in England aus Ton gefertigt.

Pfeiferauchen als Kunst und Ritual

Die Geschichte hat berühmte Pfeifenraucher hervorgebracht. Johann Sebastian Bach beispielsweise hat ein Loblied auf seine geliebte "Tobackspfeife" angestimmt. J. R. R. Tolkien, der uns den "Herr(n) der Ringe" hinterlassen hat, bezeichnete wie andere auch das Pfeiferauchen als Kunst. Tatsächlich bedarf es einigen Geschicks und einiger Erfahrung, um stilvoll und gekonnt eine Pfeife zu rauchen. Wer das Pfeiferauchen als Ritual versteht, möchte natürlich auch eine hochwertige Pfeife verwenden. Von Hand gefertigte Pfeifen kosten mindestens hundert Euro, können aber auch wesentlich teurer sein. Bekannte Markenpfeifen kommen von britischen Traditionsunternehmen Dunhill, vom dänischen Rauchtabak- und Pfeifenhersteller Stanwell und aus der größten und ältesten deutschen Pfeifenfabrik Vauen aus Nürnberg. Es gibt wertvolle antike Pfeifen, die unter Liebhabern zu fünfstelligen Beträgen gehandelt werden. Das Material, die Bauart und das Mundstück einer Pfeife hat erheblichen Einfluss auf den Geschmack des Tabaks und spielen natürlich auch eine ästhetische Rolle. Hochwertige Pfeifen werden aus Sepiolith gefertigt, der als sogenannter Meerschaum bekannt ist, oder aus Bruyère-Holz, Kirschholz oder Olivenholz.

Tobias Wringer

Erstellt | Geändert

Tobias Wringer Internetmarketing & SEO