Asbest im Wasser - was die bayerische Bevölkerung wissen muss - Trinkwasserbrunnen

Asbest im Wasser - was die bayerische Bevölkerung wissen muss

Tobias Wringer

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Schon vor Jahren wurde der gefährliche Werkstoff Asbest verboten, gefährlich kann er für die Bevölkerung aber immer noch sein. Das größte Problem sind Leitungen und Rohre, die für die Zuleitung von Wasser genutzt werden. Wurden sie aus Asbestzement gefertigt, droht das Risiko einer Entstehung von Asbestfasern im Trinkwasser. Da es in Deutschland keine Grenzwerte gibt, müssen bayerische Mieter bzw. Hausbesitzer selbst prüfen, wie es um ihr Wasser steht.

Wie gelangt Asbest ins Trinkwasser?

Durch einen Test lässt sich Asbest im Wasser mühelos nachweisen, allerdings muss dieser vom Verbraucher selbst gemacht werden. Obwohl die Trinkwasserverordnung Vermieter in die Pflicht nimmt, prüfen diese nur auf gängige Keime wie Legionellen und E-Coli-Bakterien. Eine akute Kontamination mit Asbest zeigt sich nicht direkt, sondern erst im Laufe der Zeit, wenn überhaupt. In der Wissenschaft wird darüber gestritten, welche Auswirkungen Asbest im Leitungswasser haben kann.

Aber wie gelangt es dort überhaupt hinein? In Deutschland wurde Asbest 1993 verboten, da der Baustoff erwiesenermaßen krebserregend ist. Seither wurden aber längst nicht alle Bauwerke mit Asbest abgerissen oder saniert. So befinden sich Rückstände nicht selten in Dachplatten und vor allem in Leitungen, durch die das Trinkwasser fließt.

Keine Grenzwerte für Asbest in Deutschland

In vielen Ländern wird Asbest bis heute als Werkstoff verwendet, in den Vereinigten Staaten allerdings nicht. Dort geht man sogar noch einen Schritt weiter als in Deutschland und hat Grenzwerte festgelegt, wie hoch die Asbestbelastung im Wasser sein darf. In Deutschland gibt es diesbezüglich keine Vorgabe, somit auch keine Prüfungspflicht durch den Vermieter.

Obwohl nicht eindeutig belegt ist, dass Asbestfasern im Wasser eine akute Gesundheitsgefahr mitbringen, ist die amerikanische Gesundheitsbehörde davon fest überzeugt. So soll der Werkstoff nicht nur zu Magen-Darm-Beschwerden wie Entzündungen führen können, sondern steht auch im Verdacht langfristig Krebs auszulösen.

Ist Leitungswasser eine Gefahr für Menschen?

Es ist viel über die heilsame Wirkung von Wasser bekannt, Gefahren werden nur selten thematisiert. Tatsächlich wird das Leitungswasser in Bayern gründlich geprüft und kontrolliert, das Problem sitzt in den Leitungen. Nicht nur Asbest kann sich im Wasser bemerkbar machen, auch Keime und Bakterien werden schnell zu einem Problem.

Vor allem in Regionen mit hartem Wasser scheint die Gefahr durch Asbest in den Vordergrund zu rücken. Man geht davon aus, dass sich die Fasern durch den hohen Kalkanteil im Wasser lösen und so ins Wasser gelangen. Werden sie geschluckt, kann das unvorhergesehene Folgen haben. Sicherheit bietet nur ein Test auf Rückstände und falls diese Vorhanden sind, der Einbau eines Aktivkohlefilters.

Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Risiken beim Duschen. Wenn das heiße Wasser aus der Leitung fließt und verdampft, können Asbestfasern in die Luft gelangen. Werden sie wiederum eingeatmet, droht zumindest die Gefahr einer Überlastung der Lunge.

Fazit: Selbst aktiv werden ist der wichtigste Schritt

Gefahren durch Asbest sind hinlänglich bekannt, werden im Wasser aber überschätzt. Je älter ein Haus ist, desto höher ist das Risiko, dass Asbestleitungen verbaut wurden. Ein einfacher Test kann mehr Sicherheit bieten und dafür sorgen, dass das Trinkwasser nicht zur Quelle ungeahnter Gesundheitsrisiken wird.

Tobias Wringer

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