02.12.2017

von B° ZA

Fachkräftemangel in Bayern - So stehen die Karriere-Chancen

Immer wieder wird der Fachkräftemangel proklamiert. Auch in Bayern befinden sich Unternehmen auf der Suche nach Personal oder Auszubildenden. Doch wie gut sind die Karrierechancen angesichts dieses Umstands tatsächlich?

Fachkräftemangel in Bayern - So stehen die Karriere-Chancen Immer wieder wird in Deutschland der Fachkräftemangel proklamiert. Auch in Bayern befinden sich manche Unternehmen jahrelang auf der Suche nach qualifiziertem Personal oder zumindest Auszubildenden. Doch wie gut sind die Karrierechancen angesichts dieses Umstands tatsächlich?

Die Ausgangssituation in den Branchen


Wie sehr sich der Fachkräftemangel auf die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt auswirkt, hängt stark von der jeweiligen Branche ab. Besonders attraktive Berufsfelder, welche zum Beispiel mit angenehmen Arbeitszeiten überzeugen, leiden noch nicht unter der aktuellen Entwicklung. Körperlich anstrengende Arbeiten, welche vielleicht die von vielen gefürchtete Schichtarbeit erfordern würden, zeichnen dagegen ein anderes Bild. Dort ist es mit der entsprechenden Qualifikation ein Leichtes, aus verschiedenen Arbeitsstätten zu wählen. Vielen Unternehmen in Bayern gelingt es trotz höherer angebotener Gehälter und flexiblen Offerten nicht, die offenen Stellen zu füllen. Hinzu kommt das Ausscheiden vieler etablierter Fachkräfte in den kommenden Jahren, welche diesen Trend noch weiter verstärken könnte. Experten sind sogar der Meinung, die generelle wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland könnte massiv darunter leiden. Lesenswerte Artikel zu diesem und anderen wirtschaftlichen Themen sind auch unter binoro.de zu finden.

Der Trend zum Studium


Doch woraus resultiert der aktuelle Fachkräftemangel überhaupt? Zunächst waren es die sinkenden Geburtenraten in den 1990er-Jahren, welche sich nun auf den Arbeitsmarkt auswirken. Doch dies ist längst nicht der einzige Grund, warum in Bayern zahlreiche Unternehmen um verfügbares Personal ringen. Denn immer mehr junge Menschen in Bayern absolvierten in den vergangenen Jahren das Abitur. Da sie damit die Berechtigung erworben haben, ein Studium an einer Universität zu beginnen, wird diese Option von vielen wahrgenommen. Mit dem Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern erhöhte sich auch der Anteil der Studenten, welche die Hörsäle füllen. Die klassische Berufsausbildung verliert dagegen im öffentlichen Bild an Aufmerksamkeit. Dabei wäre es vor allem aufgrund der Freiheiten auf dem Arbeitsmarkt gut möglich, dort ein höheres Einkommen zu erzielen, als bei vielen akademischen Berufen, welche in diesen Tagen im Trend sind.
Keineswegs bedeutet dies für die Studenten in Bayern, keine Aussichten auf eine attraktive Karriere zu haben. Denn lediglich der Konkurrenzdruck wird nach dem erfolgreichen Abschluss steigen. Dennoch präsentieren sich viele Regionen Bayerns als besonders gut strukturiert. Entsprechend positiv schätzen viele Studenten schon heute ihr Einstiegsgehalt von morgen ein. Mit einem Durchschnitt von 36.200 Euro gehören die Ansprüche zu den höchsten in ganz Deutschland und untermauern die Ansprüche der Fachkräfte von morgen zusätzlich.

Der Blick in die Zukunft

Doch worauf kommt es nun bei der Wahl einer Karriere an? Besonders den Blick in die Zukunft stellen Experten immer wieder in den Mittelpunkt. Speziell im Angesicht der Digitalisierung wird sich unsere Arbeitswelt in Deutschland stark verändern. Zahlreiche Aufgaben könnten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten in automatisierte Prozesse integriert werden, die eine geringere menschliche Arbeitsleistung erfordern. Was sich aktuell noch nach Zukunftsmusik anhört, wird für den Berufseinsteiger von heute definitiv von Bedeutung sein. Blickt man die gut vier Jahrzehnte eines Arbeitslebens nach vorne, so wird schnell deutlich, warum diese Weitsicht gefragt ist.

Leerstand bei vielen Unternehmen

Jedem fünften Unternehmen in unserem Bundesland gelingt es schon nicht mehr, offene Stellen innerhalb eines Jahres zu besetzen. Jeder vierte Ausbildungsbetrieb klagte in den vergangenen Jahren sogar darüber, nicht mehr genügend Azubis für die zur Verfügung stehenden Lehrstellen zu bekommen und dadurch teils erhebliche Einschränkungen zu erfahren. Besonders dort steht für die kommenden Jahre also viel Personal zur Verfügung. In Bayern sind einige Wirtschafszweige besonders stark aufgestellt, welche auch in Zukunft nicht aus den Bedürfnissen der Gesellschaft wegzudenken sind. Auf der einen Seite ist dies die Elektroindustrie, welche sich bereits seit vielen Jahren stabil präsentiert. Auf der anderen Seite wird dem Maschinenbau eine große Zukunft zugeschrieben, der durch Unternehmen wie ENFEO oder der Euro Engineering AG auch in Bayern stark vertreten ist. Hinzu kommen die Energieversorger, deren Tätigkeitsfeld sich zwar neu strukturieren, aber in weiten Teilen erhalten bleiben wird. Egal ob Wasser, Strom oder Abfallentsorgung - dort sehen die Aussichten auch für die kommenden Jahre gut aus.

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