12.10.2017

von B° JZ

Das Who-is-who der Bayern-Apps

Die Bayerische Staatsregierung ist ganz vorne mit dabei.

Das Who-is-who der Bayern-Apps

Weltweit nutzen 2,32 Milliarden Menschen das Smartphone. 49 Millionen Smartphone-Nutzer gibt es in Deutschland. Mit durchschnittlich 432 Euro sind die Geräte allerdings nicht für jedermann erschwinglich. Um die im folgenden Beitrag vorgestellten Bayern-Apps auch testen bzw. aktiv nutzen zu können, ein Schnäppchen-Tipp vorweg: Immer darauf achten, dass die im Vertrag offerierten Freiminuten oder Frei-GB auch zum eigentlichen Verbrauch passen! Die sonstige Drosselung der Geschwindigkeit oder gar die Nachzahlung für weitere MB-Pakete kann sonst Nerven kosten und den Spaß am Surfen vermiesen. Überblicksseiten wie die von Mobildiscounter informieren über entsprechende Mobilverträge mit und ohne Smartphone und vermitteln, worauf zu achten ist. Wofür der echte Bayer sein Smartphone nutzen kann, zeigt dieses Who-is-who der Bayern-Apps.

Die Bayerische Staatsregierung offeriert ihren Service mobil

Stolz wird auf den Seiten der Bayerischen Staatsregierung verkündet, dass das Bundesland Bayern zuallererst auf die Idee gekommen ist, seinen Bürgern mobilen Service im Hosentaschenformat anzubieten. Inhaltlich beschreibt die Regierung das, was die App zu bieten hat, mit diesen Worten: "Geht es um Warnungen vor Umwelt- und Naturgefahren, Fahrplanauskünfte für Busse und Bahnen, Verkehrsmeldungen zu Staus und Behinderungen, Service für Millionen Besucher der bayerischen Nationalparks, um gesunde Ernährung während der Schwangerschaft, um kulinarische Spezialitäten des Landes, um die Gesundheit der Männer oder um die 'BayernTour Natur', die größte Umweltbildungsaktion Deutschlands - Bayern setzt auf mobilen Service."

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz warnt vor Umweltgefahren

Hochwasser und Unwetter, Lawinen und zu hohe Ozon-Werte geistern nur allzu häufig durch die Medienlandschaft. Meist jedoch haben eben diese Meldungen eine fatale Gemeinsamkeit: Sie berichten über die Folgen der Umweltgefahren. Sie zeigen Straßenzüge auf denen sich Menschen mit Schlauchbooten fortbewegen oder die Folgen anderer Unwetter-Katastrophen.

Um an dieser Stelle den Überraschungsmoment so gering wie möglich zu halten und stattdessen auf das Unwetter vorbereitet zu sein, hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die "umweltapp" aufgesetzt, die pro Nutzer drei Standorte wählbar macht. Für diese drei Standorte - beispielsweise die Hausadresse, die Arbeitsstelle und eine dritte wichtige Adresse - gibt es regelmäßige Hinweise und aktuelle Warnungen, direkt via App.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium stellt erfolgreiche Gründer vor

Tech Start-ups Bayern heißt die App, die das Bayerische Staatsministerium initiiert hat. Sinn und Zweck des mobilen Nachschlagewerks sollte ein Verzeichnis aller erfolgreichen, bayerischen StartUp-Gründer sein. Mitmachen darf, wer nicht länger als zehn Jahre am Markt ist, dort aber mit einer innovativen Lösung vertreten ist.

Zwei Apps für Autofahrer, Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel und Radler

Auch diese zwei App-Varianten sind von Staatsseiten getragen. Hinter den zwei unterschiedlichen App-Varianten, die von Bayerninfo angepriesen werden, steckt die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

Zu Verfügung stehen diese beiden App-Varianten:

  1. BayernInfo Maps ist für all diejenigen geeignet, die viel unterwegs sind. Dabei ist es egal, welches Verkehrsmittel benutzt wird. Für die Autofahrer gibt es eine Routenplanung für Pkw - inklusive Live-Cam, Sperrmeldungen sowie Baustellen- und Stauradar. Und für diejenigen, die auf Bus und Bahn setzen, gibt es Informationen zur Pünktlichkeit der gewählten Verbindung - inklusive Routenvorschau sowie einer Info, wo es Park- and Ride-Plätze befinden.
  2. Bayernnetz für Radler ist das Pendant für Freunde der Radtouren durchs bayerische Land. Insgesamt 8800 Kilometer Fernradwege hat Bayern zu bieten. Die Nutzer der Bayernetz-für-Radler-App können diese inklusive Radwegbeschreibung und Radroutenplaner einsehen.

"Bayern hören" verbindet Technik, Kultur und Geschichte

Die Bayern-hören-App verquickt gleich mehrere Ansätze. Zum einen ist der mobilbasierte Audioguide die technische Antwort auf die verstaubte Stadtführung, zum anderen sind die Audioguides so technisch aufbereitet, das sie großes Potential haben: Vor allem die junge Generation, der nachgesagt wird, technisch versiert, aber kulturell uninteressiert zu sein, könnte Gefallen an diesem Angebot finden. Die App ist aus der Feder der Stiftung Zuhören, der Landesstelle für nicht-staatliche Museen und der Bayerischen Sparkassenstiftung.

Naturschutz geht auch mobil - mit der Igel-App

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die Igel-App. Sie soll es aktiven Naturschützern ermöglichen, in Bayern gefundene Igel zu melden. Darüber hinaus gibt es Kartenmaterial, das zeigt, wo die Igel in Bayern hausen. Wissenswertes rund um den stacheligen Bayer gibt es on top. So gibt es Antworten auf die Fragen, was das Tier am liebsten frisst, wie viele Stacheln es hat und wie lange der Igel Winterschlaf hält. Der Technik sei dank gibt es auch hier etwas für die Zuhörer - nämlich Audiobeispiele zu den Tönen eines Igels und diese reichen vom Brummen bis zum Keckern.

Apps bergen auch Gefahren. Ein Beispiel ist das Pilze suchen

Der Merkur beschreibt dieses Phänomen: "Es ist ein seltsamer Anblick, der sich neuerdings bisweilen in Bayerns Wäldern bietet: Pilzsammler, die nicht mehr nur mit dem Korb, sondern auch mit Tablet oder Handy in der Hand durchs Gehölz streifen, den Blick konzentriert auf den Boden gerichtet. Ist ein Pilz entdeckt, beginnt das Tippen auf dem Display. Denn es gibt längst etliche Apps, die Anfängern bei der Pilzsuche Hilfe versprechen. Anhand von Bildern sollen sie die Schwammerl zuordnen können - und dann entscheiden, ob sie im Korb landen oder besser im Wald bleiben."

Gefährlich ist diese App vor allem deswegen, weil es keinen Korrekturmodus, geschweige denn eine Gewährleistung gibt. Deutet also ein unerfahrener Pilze-Sammler die Beschreibung in der App falsch, so landet womöglich ein giftiger Pilz im Korb und das kann richtig gefährlich werden. Zu den ungefährlicheren, aber auch regional unabhängigen Apps gehören hingegen die Anwendungen, die den Lebensmittel-Einkauf vereinfachen sollen.

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