01.06.2017

von B° MZ

Ballonfahren in Bayern

Das Ballonfahren war gemäß eines Dekrets von König Ludwig dem XVI ein Privileg, welches nur Menschen das Adelsstandes ausüben durften ...

Um heutzutage eine Ballonfahrt erleben zu können reicht es schon aus, sich ein Ticket oder einen Gutschein für ebendiese zu kaufen, sowie den Termin mit dem Ballonfahrer festzulegen. Das hierzulande im 21. Jahrhundert jedermann zu einer Heißluftballonfahrt antreten kann, wird als Selbstverständlichkeit angesehen. Das war vor nicht allzu langer Zeit allerdings noch nicht so. Denn das Ballonfahren war gemäß eines Dekrets von König Ludwig dem XVI ein Privileg, welches nur Menschen das Adelsstandes ausüben durften. In Vergessenheit geraten ist diese historische Begebenheit allerdings nicht. So hat sich im Laufe der Zeit unter den Ballonfahrern der Brauch entwickelt, alle Personen, die an der Ballonfahrt teilgenommen haben, in den Adelstand der Aeronauten zu erheben.

Bevor es dazu kommt, steht allerdings die eigentliche Ballonfahrt an, die es zum Beispiel bei diesem Ballonfahrt Anbieter gibt. Vor dem Start treffen sich der Ballonfahrer und die Passagiere am vorab vereinbarten Startpunkt. Dort werden dann alle notwendigen Vorbereitungen für die Reise durch den bayrischen Luftraum vorgenommen. Das bedeutet, dass der Brenner samt den zugehörigen Gasflaschen am Korb installiert wird. Daneben wird die Ballonhülle auf einer freien Fläche (zum Beispiel einer Wiese) zu ihrer vollen Größe entfaltet. Dabei ist jede helfende Hand gern gesehen und den Mitfahrern steht es frei sich an den Startvorbereitungen zu beteiligen. Wenn dann alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, können die Passagiere hautnah miterleben, wie die majestätische Ballonhülle immer weiter mit warmer Luft aufgeblasen wird, um sich nach und nach senkrecht aufzurichten.

Kurz bevor der Ballon in den Himmel aufsteigt, begeben sich die Passagiere über die Korbwand in den Korb. Der Ballon gewinnt darauf hin an Höhe und gibt mit jedem erklommenen Höhenmeter ein weiteres Stück des vielfältigen bayrischen Landschaftspanoramas frei. Dabei ist es egal, ob der Start aus dem bayrischen Kernland, dem Frankenland, der Pfalz oder Schwaben erfolgt, eine grandiose Aussicht wird überall geboten. Zu sehen gibt es dabei zum Beispiel sich scheinbar endlos erstreckende Wälder, atemberaubende Seenlandschaften sowie die großartigsten Berg- und Gebirgsformationen. Ebenso bietet sich den Teilnehmern der Ballonfahrt die Möglichkeit, die beschaulichen bayrischen Städte und Dörfer entlang der Fahrtroute aus der Vogelperspektive zu bewundern. Dabei ist ein Start in der Heimat mit Fahrt über den eigenen Wohnort besonders reizvoll, aber auch allgemein bekannte bayrische Wahrzeichen warten mit ihrem ganz speziellen und eigenen Charme darauf aus einer neuen Perspektive entdeckt zu werden.

Darüber hinaus sollte jedem, der an einer Ballonfahrt als Passagier teilnimmt, bewusst sein, dass der Ballon keinen eigenen Antrieb zur Fortbewegung verwendet. Demnach bestimmt der Wind die Richtung und Route des Luftigen Abenteuers. Dem Ballonführer steht allerdings die Möglichkeit offen, mittels der Zufuhr oder dem Ablassen von warmer Luft in der Ballonhülle die Fahrthöhe zu bestimmen. Dieses Instrument ist navigationstechnisch insofern von Bedeutung, als das der Wind in verschiedenen Höhenlagen aus einer anderen Richtung auf den Ballon trifft. Allerdings macht auch grade diese Ungezwungenheit eine Reise im Ballon zu einem einzigartigen Event, bei dem jedes Mal aufs Neue eine vollkommen eigene 360 Grad Rundumsicht entsteht.

Nach einer circa 60 bis 90 Minuten andauernden Fahrt im Heißluftballon neigt sich das Event dem Ende entgegen und der Ballonführer sucht mit Hilfe des Begleitfahrzeugs an der Erdoberfläche nach einem geeigneten Landeplatz. Durch das Ablassen der heißen Luft wird der statische Auftrieb des Ballons immer geringer, weshalb er Stück für Stück mit dem Sinkflug beginnt. Nachdem die Landung auf bayrischem Boden erfolgt ist wird der Heißluftballon wieder demontiert und im Verfolgerfahrzeug verstaut. Auch hier haben die Passagiere die Chance, wie schon bei der Vorbereitung mit Hand anzulegen und beim Zusammenfalten und Verstauen der Ballonhülle mit anzupacken. Bevor alle Mitfahrer wieder zum Startplatz zurückgefahren werden, gibt es dann noch die eingangs erwähnte feierliche Erhebung in den Adelsstand der Aeronauten. Diese wird natürlich dem Anlass entsprechend mit einer Champagnertaufe und dem Überreichen einer entsprechenden Urkunde gebührend zelebriert.

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