27.07.2017

von B°

Online Casinos in der Schweiz und Deutschland im Vergleich

Die rechtlichen Grundlagen für Online Casinos in der Schweiz und in Deutschland unterscheiden sich erheblich – Grund ist die EU-Mitgliedschaft

Wenn man Glücksspiel in der Schweiz und Glücksspiel in Deutschland vergleicht, muss man sich vor allem die Gesetze für Online Gambling anschauen. Dabei gibt es einige deutliche Unterschiede. Der wichtigste Grund dafür:  Deutschland ist ein EU-Staat, die Schweiz ist es nicht.

In der Schweiz waren Spielcasinos lange – bis zum Jahr 2000 – verboten, was dazu führte, dass viele Einwohner Spielbanken im nahen Ausland besuchten. Erst nach der Jahrtausendwende gab es eine Legalisierung. Nun werden in der Schweiz A-Casinos und B-Casinos betrieben. Einrichtungen mit der A-Lizenz haben ein umfassenderes Angebot und bieten bei Spielen den sogenannten „Swiss Jackpot“ an. 

Im Vergleich ist Glücksspiel in Deutschland seit langem möglich, betrieben werden die Einrichtungen von staatlichen Einrichtungen – in Bayern etwa die Staatliche Lotterieverwaltung (www.spielbankenbayernblog.de).

Online Casinos sind in beiden Ländern eine rechtliche Grauzone. In Deutschland hat lediglich Schleswig-Holstein vor einigen Jahren einen Vorstoß gewagt und versucht, eigene Lizenzen zu vergeben. Nach dem Regierungswechsel stellte die rotgrüne Landesregierung dieses Vorhaben wieder ein. Jetzt gibt es eine neue christdemokratisch geführte Regierung, die wiederum den Glücksspielstaatsvertrag in Frage stellt. 

Während also Online Casinos in Deutschland nicht offiziell legal sind, werden diese doch geduldet. Denn bis heute nicht entschieden ist die Frage, ob Deutschland die Anbieter nach EU-Recht legalisieren müsste. Dies liegt daran, dass die Betreiber argumentieren, dass ein EU-Land – Malta – die Casinos lizenziert habe und diese damit rechtmäßig seien. Fakt ist, dass Spieler Gewinne aus Online Casinos nicht versteuern müssen, da es sich um Glücksspiel handelt.

Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, hier gelten also andere Bedingungen. Theoretisch sind Online Casinos im südlichen Nachbarland nicht erlaubt. Daran halten sich die Schweizer nicht, die jährlich geschätzte 250 Millionen Franken in ausländischen Online Casinos einsetzen.

Die Schweizer Casinos wollen dem nun entgegenwirken und bieten eine gemeinsame Webseite an, auf der die Bürger spielen können. Allerdings lässt sich dort kein Echtgeld einsetzen, man spielt lediglich um Punkte. Die Spielbanken hoffen, so auf die geplante Legalisierung von Online-Glücksspiel vermutlich im Jahr 2019 vorbereitet zu sein.

Bis dahin werden wohl weiterhin sehr viele Spiele in ausländischen Online Casinos spielen. Zwar wird in der Schweiz über Netzsperren diskutiert, doch diese lassen sich leicht umgehen.

Da die meisten Webseiten auf Malta lizenziert sind, dürfte die Sorge, an zweifelhafte Anbieter zu geraten, zudem auch sehr gering sein. Wichtig ist nur, dass Spieler sich über die verschiedenen Anbieter informieren. Da hilft ein Vergleichsportal für Casinos Schweiz, auf dem Spieler alles rund um Einzahlungsboni, Spielangebot und vieles mehr erfahren.  

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