13.07.2017

von JD-B° RB

Der Staat hilft Heizkosten sparen

Informationskampagne bietet Aufschluss über Zuschüsse für Solarthermie

Bereits ab 12,5 m² Kollektorfläche winken bis zu 3.000 Euro Unterstützung vom Staat

Der Wechsel auf Solarthermie zahlt sich für den Verbraucher aus. Dadurch lassen sich, nach den Angaben des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH) und des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar), rund zwei Drittel der für die Trinkwassererwärmung benötigten Energie sowie ein Drittel der für die kombinierte Warmwasser- und Trinkwasseraufbereitung notwendigen Energie einsparen. 

Breite Informationskampagne

Auch die stetig wachsenden Förderprogramme der Bundesregierung unterstützen die Nutzung der Sonnenkraft für die Wärme- und Energieversorgung des privaten Haushalts. Jährlich gibt es neue staatliche Zuschüsse, die allerdings - abhängig von den baulichen und energetischen Rahmenbedingungen vor Ort - stark variieren können. Kein Wunder, dass viele Verbraucher dabei den Überblick verlieren. Abhilfe schafft beispielsweise die Informationskampagne "Sonnige Heizung". Dieser Zusammenschluss von führenden Herstellern solarthermischer Anlagen sowie dem BDH und dem BSW-Solar hat unter www.sonnigeheizung.de die wichtigsten Förderinformationen leicht verständlich zusammengefasst. Zudem machen konkrete Praxisbeispiele die tatsächlichen Einsparungen für den eigenen Geldbeutel transparent.

Lukrative Finanzspritzen

Zunächst einmal gibt es eine Basisförderung für die Errichtung einer Solarthermie-Anlage im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP), dessen aktuelle Version seit 2015 in Kraft ist. Der Zuschuss erhöht sich, wenn zusätzlich eine Wärmepumpe- oder Biomasseanlage eingebaut wird, die ans Wärmenetz angeschlossen werden, oder wenn der alte Kessel gegen einen neueren ausgetauscht wird. Die Innovationsförderung greift bei großen Solarthermie-Anlagen bis 100 Quadratmeter, die mehr als das klassische Einfamilienhaus mit Wärme versorgen. Das sogenannte Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) steigert seit Anfang 2016 die MAP-Leistungen noch einmal um 20 Prozent und liefert einen Optimierungsbonus von 600 Euro - aber nur, wenn auch die gesamte Heizungsanlange auf maximale Energieeffizienz hin untersucht und schließlich optimiert wird. 

Wird zum Beispiel ein Wohnhaus mit einer heizungsunterstützenden Solaranlage inklusive 1.000 Liter Pufferspeicher und 12,5 m² Kollektorfläche aufgerüstet und zusätzlich ein alter Heizkessel gegen einen modernen Brennwertkessel getauscht, stehen den Bewohnern dafür bis zu 3.600 Euro an Fördergeldern zu. Wird der bestehende Ölkessel durch eine leistungsgeregelte Wärmepumpe mit einer Leistung von 12 kW ersetzt, gibt es noch einmal 2.400 Euro. Falls statt der Wärmepumpe ein effizienter Pelletkessel mit 15 kW Leistung eingebaut wird, steigt die Fördersumme auf 7.800 Euro.

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